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Titel: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 02. Aug 2008, 02:56 Ali Bulac wütet über sogenannte „Südost-Serien“, deren Handlungen im Südosten abspielen. Ohne sie beim Namen zu nennen, kritisierte er auch die STV- Serien (F. Gülens 'samanyolu'): Zur Zeit laufen auf STV >Tek Türkiye< ('Eine Türkei': Der Name soll die Unteilbarkeit der Türkei assoziieren) und >Ölümsüz Kahramanlar< ('Unsterbliche Helden').
Der Südosten in der Sprache der Serien übersetzt aus dem Türkischen Yarali Yürek< ('Das wunde Herz'), eine Serie, die uns mit Ehrenmorden konfrontiert, wurde während der Sendung durch die heimische Bevölkerung kritisiert und die Mannschaft überdies Februar 2007 angegriffen. Nicht nur der Selbstmord der 12jährigen Hatice Demir, welche den durch die Sitte verursachten Selbstmord einer Protagonistin [aus >Yarali Yürek<] nachahmte, war Gegenstand der Kritik, sondern auch die Darstellung der heimischen Bevölkerung als wildes Gesindel vergangener Zeiten. „Ständig wird der Südosten durch die Serien beschuldigt und wir mit Ehrenmorden erniedriegt“, klagt Hatices Onkel Cuma Demir. So verhält es sich auch mit den Serien aus der Gegend Merdin-Midyad: Vor allem Serien wie >Aska Sürgün< ('Exil in die Liebe') und >Sila<, die sich einer umfassenden Zuschauermenge erfreuen dürfen, verderben den Geschmack; Gül Oguz, die Regisseurin und "Ideenmutter“ der Serie >Sila< beschreibt sich selbst nicht als „Feministin“, sondern als Humanistin, bestätigt allerdings, dass sie bei Bedarf nicht abgeneigt sei die Wahrheit zu entstellen und zu missbrauchen. Über die Serien sagt die Dame:“Da sich scheinbar Themen über Sitten [gemeint: Ehrenmorde] lohnen, ziehen alle nach.“ (zit. „Günaydin“, 25. März 2007). Ein Beispiel: Da eine Familie einem (jungen) Mann den Kontakt zur Tochter verbietet, ruft der junge Herr seine Geliebte über Telefon an und prompt wird sie „auf frischer Tat“ entdeckt; hierdurch wird sie aufgrund dieser „Schuld“ nach einem Zusammenkunft der Familie (und Stammesführer) getreu „sittlicher Forderungen“ zu Tode verurteilt und das arme Mädchen daher von ihren Brüdern grausam ermordet. Glauben Sie, dass die Richter und Vollstrecker dieses Urteils als „Menschen“ bezeichnet werden können? Könnte wahrhaftig eine Sitte, Religion, Überlieferung, Tradition, ein Gewissen, Brauch oder eine Angewohnheit diese Untat anordnen? Gibt es diese Geschichten auf diese Weise? In den Serien treten sie auf und zwar mit folgendem Sinngehalt: Die Menschen aus dem Südosten (natürlich Kurden und Araber) leben in prähistorischen Zeiten. Ehrenmorde sind Inhalt einer pöbelhaften, unterdrückerischen, frauenfeindlichen, patriarchalischen und wilden Kultur, die (noch) im 21. Jahrhundert andauert. Dieses Gesindel ist keine „Gesellschaft“, sondern ein wildes und barbarisches Rudel, das keineswegs menschlich ist! Scheinbar können sie nicht „zivilisiert“ und „vermenschlicht“ werden, da diese Horde unter einem genetischen Defekt leidet. Daher müsse man ihnen solange auf den Kopf einschlagen bis sie die Moderne erreichen! Was verstehen die schon von Kultur, Städten und Demokratie! Was sagte jüngst Demet Akali über Menschen aus Amed? „Seid ihr etwa aus den Bergen oder aus Diyarbakir (Amed)? Warum glotzt ihr sonst so dämlich?“. Haben ihre politischen Anliegen und ihre Wahlstimmen einen Wert? Keinesfalls! Daher bedarf es auch keiner Demokratie. Die zweite Art von Serien beinhaltet „sicherheitspolitische Themen“. In diesen Serien werden folgende Gedanken über „Drogenhandel, Waffenschmuggel, illegale Aktivitäten, Terror, PKK-Aktionen, innerstaatliche Konflikte, Kurdenproblematik und die ökonomische Armut des Südostens“ verbreitet: In dieser Region leben wilde Menschen! Von Parteimitgliedern [gemeint: Mitgliedschaft in der PKK] oder aus finanziellen Gründen wird eine schwanger Frau - im achten Monat - ermordet, nur weil sie eine Türkin sei; kurdische Ärzte, die mit der Partei sympathisieren, vergiften türkische Patienten. Der Imam als auch der Dorfvorsteher sind geheime Parteisympathisanten, die sowohl den Lehrer, der zur Aufklärung im Dorf beitragen will, als auch die Ärzte kaltblütig ermorden. Diese Art von Menschen haben weder Mitleid noch ein Gewissen. Vereinzelte Fälle werden über das gesamte Volk generalisiert. Selbstverständlich wird nur eine Seite der Medaille offenbart: Über niedergebrannte und evakuierte Dörfer, Menschen, die gezwungen werden Kot in den Mund zu nehmen, Vergewaltigungen, plötzliche Nachtrazzien, hunderttausende Folterfälle, das Gefängnis in Amed, Elend und drei Millionen zur Auswanderung gezwungene Menschen wird nicht berichtet und es wird verschwiegen, dass in den Vororten der Städte 7 Familien auf 70 m² zusammengepfercht leben. In diesen Serien wird das Kurdenproblem mit „Terror, Drogenhandel, Entführungen, internationalen Verschwörungen und Brutalität“ gleichgesetzt und dadurch beim Zuschauer, nämlich im Bewusstsein der türkischen Bevölkerung Hass, Vorurteile und Rassismus hervorgerufen. Dem entgegen wurde auf der 17. Abant-Plattform (http://kurdmania.com/Forum-top-Abant-Plattform-3126.html) bewahrheitet, dass der Konflikt nicht diesen Ausführungen gleicht. Es flossen gar Tränen, als Geschichten aus der Region erzählt wurden und man stellte fest, dass die Medien durch ihre Verantwortung, Einsicht und Haltung an einer Lösung mitwirken könnten “. So Gott will werden die Regisseure dieser Serien und Filme ihren orientalischen Angriffen, welchen die Region ausgesetzt ist, ein Ende setzen! Ali Bulac, Zaman - 09. Juli 08 Sekundärquelle: haberdiyarbakir.com Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Filmen / Serien Beitrag von: Jaban am 10. Aug 2008, 03:22 Nefes - Der Atemzug
Zitat Demnächst (noch dieses Jahr) soll der Kinofilm "Nefes" v. Levent Semerci starten: (http://tbn0.google.com/images?q=tbn:2f5ZeFMssbpjEM:http://img152.imageshack.us/img152/2199/nefesyq2.jpg) (http://tbn0.google.com/images?q=tbn:Aiy-gSgo9ptjHM:http://img218.imageshack.us/img218/3599/18122007112447178551893dx2.jpg) (http://tbn0.google.com/images?q=tbn:IBfcnnil1IFRrM:http://www.hurriyet.com.tr/_newsimages/4539005.jpg) Der Film soll auf einer wahren Geschichte basieren. Der Film soll um eine 40-Mann-Einheit und ihren Hauptmann im Kampf gegen die PKK handeln. Diese Truppe ist auf dem 2365 m hohen Berg Karabal stationiert. Die Männer sollen dort ihren Militärdienst ableisten. Es ist der erste Kinofilm des Regisseurs Levent Semerci, wohnhaft in Deutschland, bis dato eher für Werbefilmchen tätig. Auf dem peinlichen Niveau des Filmes "Tal der Wölfe - Irak" wird sich der Film höchstwahrscheinlich nicht bewegen, aber sehr wohl die emotionale und heroische Erregung türkisch-nationalistischer Zuschauer im Kampf gegen "PKK-Terroristen" stimulieren können! Der Film soll auf die Bücher Hakan Evrensels basieren, der selbst im Südosten/Nordkurdistan kämpfte: In seinen Büchern dokumentiert er, dass der Staat zwar gegen den Terror kämpfe, aber ihn kaum verhindere; die Regionalbevölkerung sei unzufrieden mit dem Staat und unter dem Druck der PKK in Furcht versetzt; die türk. Soldaten hätten unter schweren Bedingungen zu leiden, seien aber dennoch im Kampf gegen die PKK erfolgreich. Er stellt auch fest, dass vor allem Unbildung/Unwissen (türk. 'cahil' > gar mit "Zurückgebliebenheit" zu übersetzen) der Regionalbevölkerung (Kurden) ua. die Unterstützung der PKK verursache. Letztendlich reiht sich dieser Film der aktuellen türk. Art zur Lösung des Kurdenproblems an: Wieder wird kaum die Ursache des Konflikts behandelt, sondern ein "Kampf gegen Terroristen" dargestellt. Auch die Anzahl der Serien, welche die Bevölkerung gegen die PKK (und damit indirekt gegen alle Kurden, welche die andere Wange nicht herhalten) erzürnt, ist nicht nicht zu übersehen: Mit negativen Klischees, Stereotypen und Verzerrungen wird der Konflikt relativiert und lediglich als beinahe notwendige Verteidigung gegen den kurdischen Terror exaggeriert. Auf diese Weise wird die Türkei den Konflikt zwischen dem türkischen Staat und den Kurden nicht positiv beeinflussen können, denn nicht in der medialen Inszenierung und Verbreitung des türkisch-kurdischen Konlikts, sondern in der Aufhebung von Vorurteilen und Misstrauen sollte das Ziel liegen. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Filmen / Serien Beitrag von: Jaban am 21. Aug 2008, 11:55 Zitat Kurden im türkischen Kino Lange Jahre ahmte das türkische Kino die Kurden durch ihren Akzent, ihre weiten Hosen (‚salwar’), die Frauen im lockeren Baumwollgewebe, die vielen Kindern, Vielehen und als Agha, Scheich und Bergräuber nach! (http://www.yuksekovahaber.com/images/news/9869.jpg) [...] ...ob nun als Tragödie oder auch als Komödie, diese Filme sprachen die kurdische Indentität oder Sprache nie an! Nun hat Müslüm Yücel in seinem neuen Buch „Kurden im türkischen Kino“ alle Filme seit 1950 analysiert, in welchen Kurden thematisiert wurden: Nur Anhaltspunkte... Yücel schreibt, dass die Kurden erst nach den 1990ern mitdurch ihre Indentität und Sprache thematisiert wurden, wie beispielsweise in den Filmen „Günese Yolculuk“ (>Reise zur Sonne<) unter der Regie Yeşim Ustaoğlus oder von Handan İpekçi „Büyük Adam, kücük ask“ (>Großer mann, kleine Liebe - Hejar<). Obwohl auch in Yilmaz Güneys Filmen kurdische Schauspieler aktiv waren und inhaltlich oftmals Kurden dargestellt wurden, sprachen auch in diese Filmen die kurdische Identität und Sprache nicht direkt an. Yücel zählt folgende Merkmale auf, welche die Kurden symbolisierten: der Handlungsort, Bräuche und Sitten, die türkische Sprache in einem besonderen Tonfall [`gebrochen´]oder Namen wie „Gülo“, „Davaro“, „Kejê“ und „Baran“... Yücel analysierte auch die Schauspieler: So wurden die Kurden von großen Schauspielern wie Tarık Akan [Anmerkung: Tarik Akan war nicht sehr erfreut, als „sein großer Bruder Perincek“ verhaftet wurde], Hakan Balamir, Türkan Şoray, Hülya Koçyiğit, Fatma Girik, Şener Şen, Kemal Sunal und İlyas Salman [Anmerkung: Er wurde einst aufgrund seiner kurdischen Herkunft auf offener Strasse übel zusammengeschlagen; er scheint aber leider auch Kontakte zu den faschistisch-türkischen „Linken“ TÜRKSOLU zu pflegen, welche wahrlich eine Kurdenproblematik anerkennen, nämlich getreu ihrer Interpretation „die Gefahr einer Kurdisierung der Türken“] charakterisiert. Yücel stellt fest, dass die Kurden zum ersten mal 1951 in einem Film von Atif yilmaz und Hüyeyin Peyda ("Mezarimi Taştan Oyun", >Graviert mir einen Grab aus Stein<) thematisiert wurden. Wer ist Müslüm Yücel? Geboren 1969 in Riha, war er seit 1988 für etliche Zeitschriften und Zeitungen aktiv und ist Autor vieler Bücher, ua. „Die Legende von Seen und Flüsse in kurdischen Regionen“ (>Kürt Coğrafyasında Göl ve Irmak Efsaneleri<)... Primärquelle: taraf.com.tr Sekundärquelle: yüksekovahaber.com Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Filmen / Serien Beitrag von: Jehat am 22. Aug 2008, 01:08 Südost-Serien "tek türkiye"
Habe ich auch einmal gesehen stellt kurden sehr schlecht da >:( die haben nicht nur eine Sender viel mehr sogar mann sagt der Nachrichtensender "24" ... FETHULLAH GÜLEN CEMAATİ GRUBU Zeitung: Zaman, Today's Zaman. Fehrseher: Samanyolu TV, Samanyolu Haber TV, Mehtap TV, Ebru TV, Yumurcak TV. Zeitschriften: Aksiyon Nachricten versorger: Cihan Haber Ajansı İnternet: Samanyoluhaber.com. Radyo: Burç Fm, Dünya Radyo, SamanyoluHaber. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Filmen / Serien Beitrag von: Ciwan am 23. Aug 2008, 13:27 es gibt auch gute türkische Filme wie "Kibar Feyzo", die einigen (tribalistischen) Kurden ihre Rückständigkeit und Fehler vor die Augen geführt haben sollten, jedoch wird die kurdische Realität in den meisten türkischen Produktionen ins Lächerliche gezogen, was die ohnehin beschränkte Anschauung der meisten Türken über die Kurden zusätzlich mit Vorurteilen und Verunglimpfungen füllt.
Titel: Türkischer Medienterror in Bezug auf die Kurden und die DTP Beitrag von: SiWan am 25. Dez 2008, 23:19 Die türkischen Medien haben einen maßgeblichen Anteil daran, dass in der Türkei ein Zwiespalt zwischen dem kurdischen und türkischen Volk herrscht und dass niemand die politischen Forderungen und die politische Arbeit der DTP nachvollziehen kann.
Seit vielen Jahren fällt auf, dass die türkischen Medien Neuigkeiten über ethnische Minderheiten und v.a. über die Kurden entweder komplett ignorieren oder so Bericht erstatten, dass in der Bevölkerung Zwietracht und Hass gesät wird. Die Kurden werden von den türkischen Medien ignoriert, verleumdet, nicht beachtet oder finden nur in kleinen Randspalten Beachtung - die türkischen Medien repräsentieren also nicht das kurdische Volk und verleihen diesem Volk somit in der Öffentlichkeit kein Gehör. Werden die Kurden von den Medien mal doch thematisiert, dann nur in Bezug auf Terror, Gewalt und Krieg. Mit anderen Worten, das Verhalten der Medien zielt darauf hinaus das kurdische Volk zu ignorieren, ihren Forderungen und Problemen kein Gehör zu schenken oder die Kurden als Vaterlandsverräter, Separatisten oder Terroristen darzustellen. Unter diesen Umständen kann man sagen, dass die Medien dem Dialog mit den Kurden, dem Friedensprozess und der Demokratisierung des Landes enorm im Weg stehen. Die Aufgabe der Medien bestand also in den letzten Jahren darin, die Unversöhnlichkeit und Zwietracht mit den Kurden und ihren politischen Vertretern (aktuell die DTP) zu verstärken. Berichterstattungen über Protestkundgebungen im kurdischen Südosten der Türkei haben bewiesen, dass die Medien mit ihrer Berichterstattung ein Konfliktklima schaffen. Betrachten wir die Kopfzeilen von Nachrichten über die DTP, so bemerken wir, dass die DTPler fast immer als PKK-Unterstützer, Separatisten, Kriegsanstifter, Unruheherd oder PKK-Mitglieder bezeichnet werden. Wenn wir uns die Nachrichtenberichte in den türkischen Medien ansehen, dann wird uns ein Portrait der DTP bereitet, als ob sie im Südosten der Türkei für Zerstörung und Gewalt sorgen würde. Während die Nachrichten über die DTP und die Kurden den Medien nur dann interessant erscheinen, wenn sie Gewalt, Schläge und Leichen beinhalten, merken wir, dass die eigentlichen Ziele und Erwartungen der DTP und des kurdischen Volkes, also ihre "eigentliche Stimme" unterdrückt wird. Was versucht uns die DTP mitzuteilen, was sind die Forderungen der Kurden - diesbezüglich und bezüglich der demokratischen Forderungen des kurdischen Volkes erfolgt keinerlei Berichterstattung. Während die Medien so oft über die Gewalt und den Krieg im Südosten berichten, bemerken wir, dass die DTP mit der Polizei darum streitet Pressekonferenzen halten zu können. Wir sehen, dass ihnen nicht einmal erlaubt wird Pressekonferenzen zu halten, dass der Staat ihren Protestkundgebungen und Protestmärschen mit Panzern und Waffengewalt begegnet und die DTP sich vergeblich darum bemüht ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Auch die Mikrophone der Medien werden der DTP und den Kurden nicht gereicht; wir erfahren nie, was sie wirklich sagen wollen, was sie versuchen uns mitzuteilen. Es interessiert auch niemanden. Die Medien, die den wütenden Reden, kriegerischen und drohenden Worten des Premierministers dutzende Minuten leihen, sträuben sich davor, den Kurden und der DTP auch nur eine Sekunde das Wort zu erteilen. Während Ahmet Türk [Vorsitzender der DTP, Red.] in großem Lärm brüllt "wir wollen keinen Krieg und keine Gewalt, wir wollen Frieden, wir wollen eine demokratische Lösung für die Kurdenfrage", bleiben uns nur Bilder des Krieges und die Worte des Premierministers "ich rede nicht mit ihnen [der DTP, Red.], ich begrüße sie nicht, ich gratuliere ihnen nicht zum Bayram". Die Worte Ahmet Türks werden also kaum vernommen. Die Sitzstreiks und Protestkundgebungen der DTP bezeichnen die Medien als "Provokation", ohne sich auch nur mit einem Demonstranten unterhalten zu haben. Sie betrachten die Protestaktionen der Kurden aus weiter Entfernung und sind nur deshalb hier, um Bilder der Gewalt aufzunehmen, genauso wie die Polizei nur deshalb da ist, um gegen die Demonstranten vorgehen zu können. Sie haben nicht vor die Kurden aus guter Absicht anzuhören oder ihnen mit Toleranz und Verständnis zu begegnen. Die Nachrichten haben nur das Ziel den Kurden ihre Grenzen zu zeigen, sie einzuschüchtern und zu unterdrücken - genauso wie das Zeigefingerschütteln und die "Bleibt artig"-Forderung des Premierministers. Woher nehmen sich die Medien das Recht, die Kurden aus der Ferne zu betrachten und ihnen ihre Grenzen und Rechte aufzuzeigen? Die Medien, die sich der nationalistischen Ideologie der Regierung und des Volkes unterworfen haben, müssen dringend ihr Handeln hinterfragen. Neben den Politikern sind es auch die Medien, die die Kurdenfrage in die Unlösbarkeit drängen und außer Kriegstaktiken keine anderen Strategien entwickeln. Indem man Nachrichten verbiegt und sich ausschließlich auf Gewaltausbrüche und Kriegsnachrichten konzentriert, werden die Frieden fordernden Stimmen unterdrückt. Wenn man für die wahren Stimmen und Forderungen kein Gehör findet verstopft man alle Friedenswege. Die Kurden und die DTP werden den Menschen als Kriegsanstifter, Terroristen und Separatisten in die Gehrine eingebrannt und man erinnert sich nur in dieser Form an sie. Die Medien sind sich nicht bewusst, dass sie mit all ihren Vorwürfen der DTP und den Kurden gegenüber selber eine terrorisierende Stellung einnimmt. Die Berichterstattungen führen die Bevölkerung nur in gegenseitige Feindschaft und polarisieren die Gesellschaft. Die Annäherung an das kurdische Volk muss aufrichtig und tolerant geschehen. Die Zeit für eine aufrichtige und Frieden schaffende Stimme in der Türkei ist schon längt gekommen. Die Medien müssen sich darüber klar werden, dass ihr Antreten an die Kurden und die DTP über eine terrorisierende Stimme erfolgt und diese Stimme (Sprache) müssen die Medien hinterfragen. Übersetzung des türkischen Originals "Kürtlerle ve DTP ile ilgili haberlerde medya terörü" erschienen am 23.11.2008 in RADIKAL Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: SiWan am 26. Feb 2009, 23:15 Nicht immer die Darstellung der Kurden in den Medien spielt eine wichtige Rolle, sondern auch das Auftreten von Kurden, wie z.B. der vorgestrige Auftritt von Ahmet Türk. Ein Phänomen für sich bleibt aber der türkische (kurdische, arabische ?) Imperator bzw. Sänger, Ibrahim Tatlises. In seiner Sendung "Ibo Show" kam es zu einem Eklat mit der Sängerin Yildiz Tilbe. Als Yildiz Tilbe ein Lied sang, gab Imperator Ibo seinem Orchester ein Zeichen, die Musik einzustellen. Yildiz Tilbe hingegen ließ sich nicht unterbrechen und sang ihr Lied weiter. Der sichtlich aufgeregte Ibo empfand das als Respektlosigkeit, zumal er Tilbe schon so einige Male bei Problemen geholfen habe:
"Hast du nicht zu einer gewissen Zeit bei mir angerufen und gesagt 'Ich wurde geschlagen' und habe ich dich nicht aus den Händen der Zuhälter gerettet?" (http://i.radikal.com.tr/644x385/2009/02/26/fft5_mf126665.Jpeg) Yildiz Tilbe verließ daraufhin empört das Studio. Der Imperator verkündete, dass er sich aus dem Show-Geschäft zurückziehe. Ich persönlich werde ihn nicht vermissen. Für ein bisschen Tratsch & Klatsch sollte auf KM auch ab und zu Platz sein... Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Amos am 26. Feb 2009, 23:48 Auch für Imperatoren gilt: "jeder blamiert sich so gut er kann"! 8) ::)
Oder für unsere Lateiner: "Si tacuisses, Ibo, philosophus mansisses! - hättest du geschwiegen, Ibo, wärst du Philosoph geblieben", selbst wenn der Gesang der eingeladenen Künstlerin nicht optimal gewesen wäre, aber darüber möge SiWan urteilen, der beide gehört hatte. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Emine79 am 27. Feb 2009, 13:04 [..](kurdische, arabische ?) Imperator bzw. Sänger, Ibrahim Tatlises. izlenme rekorları, pardon gülme rekorları kırdı Also von schlechten Einschaltquoten kann Imperator sicherlich nicht klagen. ;D Ein schlechter Promotion -Gag ? Geplante Albumveröffentlichungen beiderseits ? Ibo’s Mutter ist eine Kurdin und kommt aus Erzirom. Sein Vater kommt aus Riha. [Höchstwahrscheinlich ein Araber. Seine Familie väterlicherseits gehören mit sicherheit zu der arabischstämmigen Bevölkerung, die unter dem Einfluss der kurdischen Bevölkerung <kurdisiert> ’tschuldigung wurden :) In seiner Sendung "Ibo Show" kam es zu einem Eklat mit der Sängerin Yildiz Tilbe. Als Yildiz Tilbe ein Lied sang, gab Imperator Ibo seinem Orchester ein Zeichen, die Musik einzustellen. Yildiz Tilbe hingegen ließ sich nicht unterbrechen und sang ihr Lied weiter. Der sichtlich aufgeregte Ibo empfand das als Respektlosigkeit, zumal er Tilbe schon so einige Male bei Problemen geholfen habe: Die Dame mit "Starallüren" hätte hinter den Kulissen ziemlich "herum gezickt" eigentl. zicken nur die Mädels die im Mai geboren sind, siehe Naomi Campbell uups bin ja ouch im Mai geboren ;D Zurück zum Thema Sie hätte sich ein Bühnenkleid, einen Rasierer um ihre Ackselhaare in aller Gegenwart zu rasieren und sonstige Dinge oder Geräte gewünscht. Ihre Wünsche wurden nach mehreren Unenschlossenen Entscheidungen erfüllt. Jedoch wurde Madame in Wirklichkeit anscheinend nicht zufrieden gestellt. Deswegen einige unnötige Handlungen oder Äußerungen während und zwischen den Werbepausen der Show ihrerseits. Und diese Undankbarkeit und das gestörte Verhalten während und zwischen den Werbepausen haben Herr unkrontroliert zu unkrontrolierten Äußerungen gebracht :D "Hast du nicht zu einer gewissen Zeit bei mir angerufen und gesagt 'Ich wurde geschlagen' und habe ich dich nicht aus den Händen der Zuhälter gerettet?" Nun, beide sind was Karakter anbelangt, gestört. Der eine hat keinen Respekt gegen über Frauen u. redet wirres Zeug in der Öffentlichkeit. Die andere konsumiert zu viel Drogen und kann ihr Verhalten nicht mehr steuern. Beide aber haben super tolle Stimmbänder. Yildiz Tilbe verließ daraufhin empört das Studio. Der Imperator verkündete, dass er sich aus dem Show-Geschäft zurückziehe. Ich persönlich werde ihn nicht vermissen. Zum wievielten mal? :) Ich persönlich würde beide nicht auf der Showbühne mit ihren witzigen Showeinlagen sehen wollen sondern mit ihren hervorragenden Stimmen. Aber was tut man nicht alles um die Einschaltquoten konstant zu halten ;D Sollte es um einen PR-Gag handeln, würde ich an seiner Stelle das Management kündigen .. ;D Für ein bisschen Tratsch & Klatsch sollte auf KM auch ab und zu Platz sein... Hätte nichts dagegen, wenn Du es öfters machst :) Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: SiWan am 27. Feb 2009, 15:15 Naja,
die Sendung gibt es nicht mehr. Also ging der PR-Gag wohl nach hinten los. Ehrlich gesagt halte ich mehr von Yildiz Tilbe als von Tatlises. Sie hatte weningstens den Mumm in ihrer Sendung zu sagen, dass sie ein "kurdisches Mädchen" ist, obgleich sie in Izmir aufgewachsen ist und nun assimiliert ist. Damals waren Rojin und Ziynet Sali zu Gast in ihrer Sendung und es wurde über kurdische und griechische Kultur gesprochen. Die Sendung wurde sogleich abgesetzt. Tatlises hingegen reist nach Südkurdistan und sagt: "Ich bin Sohn eines Türken" ("türkoglu türk"). Zitat Auch für Imperatoren gilt: "jeder blamiert sich so gut er kann"! Oder für unsere Lateiner: "Si tacuisses, Ibo, philosophus mansisses! - hättest du geschwiegen, Ibo, wärst du Philosoph geblieben", selbst wenn der Gesang der eingeladenen Künstlerin nicht optimal gewesen wäre, aber darüber möge SiWan urteilen, der beide gehört hatte. Die Unterbrechung lag nicht an der schlechten Gesangskunst Yildiz Tilbes, sondern daran, dass Ibo mal wieder eine Rede halten wollte. Dabei interessiert es Ibo nicht, dass kaum jemand seine Reden versteht. Meisten erzählt er von einem jungen Mann aus Urfa, der arm und mittellos auf dem Bau arbeitete und den man nach Istanbul brachte, wo man ihm den Namen "Tatlises" gab. Ich möchte erst gar nicht auf die lüsternen Blicke Ibos eingehen, wenn mal etwas freizügigere Damen zu Gast in seiner Sendung sind - und sein "Way, way, way" oder "Mein Gott"... Hier mal eine schöne Tanzeinlage von Latino-Ibo: (http://img440.imageshack.us/img440/1582/ibo3xv.jpg) Aber jetzt ist das schon zu viel "Klatsch und Tratsch" also stell ich das lieber mal ein... Titel: "Ich sah die Sonne" Beitrag von: SiWan am 11. Mär 2009, 22:36 Inmitten von Minenfeldern, in einem Grenzdorf im Osten der Türkei.
Die Menschen sind seit 25 Jahren zwischen die Fronten geraten, hilflos... Die Familie Altun, die aufgrund der zwanghaften Aussiedlungskampagnen des Staates ihr Heimatdorf, in dem sie aufgewachsen sind verlassen müssen, machen sich - von ihren Wurzeln losgetrennt - auf den Weg ins Unbekannte. Davut Altun, möchte mit seiner Familie so schnell wie möglich nach Norwegen - selbst wenn er dabei auf illegale Methoden zurückgreifen muss. Haydar Altuns Exilweg führt jedoch nach Istanbul... Die Reise hat begonnen... Es ist die Geschichte von Menschen, die durch nicht enden wollende Stürme gegangen sind, die ihren Weg verloren haben, die hilflos nach einem Ausweg suchen. Die Geschichte von Kindern, denen ihre Sonne weggenommen wurde und deren Zukunft ungewiss ist. Es ist die Geschichte einer Auswanderung... Es ist eine Geschichte, die gegen jegliche Art von Diskriminierung, Rassismus, Krieg und Konflikt steht. Dieser Film, der sagt, dass das Problem an der Verachtung von allem fremdem liegt, ist die Geschichte unser aller, es ist die Geschichte unserer Heimat, es ist die Geschichte der Türkei... Mahsun Kirmizigül ist das Kind einer Familie aus Bingöl, der seine Kindheit in Diyarbakir verbrachte. Als die PKK ihren ersten Angriff auf die Türkei ausführte, also 1984, war er 15 Jahre alt. Als der Militärputsch 1980 durchgeführt wurde, war er gerade 11. Zu verstehen, was sich damals in Diyarbakir ereignete, ist nicht leicht. Diese kurdische Stadt, in der die Menschen wahllos in den Straßen ermordet wurden, steckt voller Wut, Angst und Hoffnung. Kirmizigül produzierte den Film "Güneşi Gördüm", um seine Erinnerungen zu verfilmen. Die Reise beginnt mit einer Familie, die es ablehnt auf den Bergen Kurdistans das Dorfschützeramt anzunehmen und sich gegen die Aussiedlungskampagne des Staates wehrt. Eine Geschichte, die von der Schweigsamkeit einer Mutter handelt, deren Sohn beim Militär ist, während ihr anderer Sohn in den Bergen für die Guerilla kämpft. Der Film erzählt die Geschichte einer Familie, deren kleine Welt in den 80ern zerstört wird, die zum Exil gezwungen wird und sich in Istanbul und Norwegen in einer neuen Welt wieder findet... eine fremde, unverständliche Welt. Dieser Film bringt uns den Krieg aus Kurdistan und das damit verbundene Leid auf die Kinoleinwänder. Alle, die sagen "es gibt kein Kurdenproblem, es gibt nur ein Terrorproblem", sollen sich diesen Film ansehen. Mahsun Kirmizigül war 11 Jahre alt, als der Militärputsch durchgeführt wurde. Er wuchs unmittelbar in der Nähe des Foltergefängnisses von Diyarbakir auf. Dieser Film soll das Leid Kurdistans vermitteln und die Menschen zum Nachdenken bringen... selbst der letzte Ignorant wird einsehen, dass dieses Land kein Terrorproblem hat, dieses Land hat lediglich das Problem alles fremde zu verachten und vernichten zu wollen... Es ist der Aufschrei, endlch ieine Lösung herbeizuführen. Hört auf, ihn weiter zu unterdrücken, hört auf ihn, versteht ihn... (http://s11b.directupload.net/images/090311/cefelmnl.jpg) (http://www.directupload.net) Internetpräsenz des Films: Günesi Gördüm (http://www.gunesigordum.com) Verwandter Thread: Beyaz Melek - Weißer Engel (http://www.kurdmania.com/Forum-top-Beyaz-Melek-Weisser-Engel-2091.html) Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 11. Mär 2009, 23:16 Kinotipp
(http://www.gunesigordum.org/resimler/44903131.jpg) Wer die verwässerte Version der Geschehnisse in Kurdistan sich im Kino ansehen will, ist beim Film "Günesi Gördüm" von M. Kirzimigül, der zurzeit im Kino läuft, gut bedient. Lasst euch von Mahsuns stumpfen Sprüchen und seiner Mimik (genau eine hat der Arme) nicht täuschen, denn hinter diesem Denkmal steckt eine menge Power. Er ist Arabesk-Sänger, Klavierspieler, Drehbuchautor, Schauspieler, Politologe und Playboy. Bei soviel Talent bleibt einem die Cig-Kofte im Hals stecken. Nachdem er ein Film über Altersheime gedreht hat, kümmert er sich derweil um die Kurdenfrage, die nach Mahsun`s Verständnis durch ein Missverständnis entstanden ist. Und auch beim Film Günesi Gördüm hat sich Mahsun wiedermal selbst übertroffen. Der Film packt den Zuschauer gleich im Vorspann, als die Botschaft mit Sätzen wie "Bir yanda dewlet, bir yanda onlar, biz carersiz, faqiriz" sofort gegeben wird. Trotz der Sachlichkeit ist die Action scheinbar nicht ausgeblieben. Denn in diesem Film wird geballert, was das Zeug hält, vorallem die TSK, die haben auch echt krasse Waffen. Also Leute, ab ins Kino, Popcorn, em&em`s und Cola sollen bitte auch gekauft sein. Verzichtet bitte auf dörfische Eigenschaften, und nehmt nichts zu Essen von Zuhause mit. Falls doch, und falls ihr dabei erwischt werdet, dann sagt einfach " neyapalim, biz faqiriz" Vorallem aber bieten solche Kinobesuche, wo eine menge Türken und Kurden zusammenkommen, die Möglichkeit den Dialog mit dem türkischen Faschismus zu fördern. Noch was, falls bei einigen Kampfszenen Mehmetciks die Guerilla angereifen, werden die türkischen Zuschauer ihre Mehmetciks anfeuern, (das wird geschehen! sowahr ich Ciwanro heisse), seid dann bitte nicht eingeschnappt deswegen, wie schon Mahsun es sagte, es ist alles nur ein Missverstandnis! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: X e m x w a r am 12. Mär 2009, 08:12 Mahsun Kirmizigül hatte auch bereits vorgeschlagen diesen Film (später, nachdem etwas Geld eingenommen wurde) auf Kurdisch in TRT-6 zu zeigen. Als man ihn in einer Show fragte, ob er denn Kurdisch könne, erwähnte er schnell, dass er auch diese und jene Sprache spreche, um bloß nicht in diesem Moment als Kurde abgestempelt zu werden.
Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: SiWan am 12. Mär 2009, 16:00 Ich weiß nicht, ob ihr (Xemxwar und Ciwanro) die Filme gesehen habt. Ich persönlich teile eure Meinung nicht und finde, dass die Flime Kirmizigül gut gelungen sind. Er verfilmt hier die kurdische Kultur. Auch in Beyaz Melek hat er den kurdischen Respekt vor dem Alter verfilmt. Während in Istanbul immer mehr Kinder ihre Eltern in Altersheime stecken, beobachtet man in Anatolien, dass dort die Altersheime Dicht machen werden, weil nur sehr wenige ihre Eltern dorthin verfrachten.
Mein Ratschlag an euch: Schaut euch die Filme an und danach könnt ihr immer noch Kritik leisten. Kritiken wie "Playboy Mahsun", "Tirko Mahsun" oder in der Art sind nicht wirklich niveauvoll und stellen Mahsun schlechter dar, als er wirklich ist. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: SiWan am 15. Mär 2009, 11:47 Sirri Sakik erbost über Kirmizigüls Film "Günesi Gördüm"
Der DTP-Abgeordnete Sirri Sakik äußerte sich nach einer Film-Gala in Ankara erbost über den Film "Günesi Gördüm". Heute würden viele Personen versuchen das Kurdenproblem für ihre Zwecke zu missbrauchen und daraus Kapital zu schlagen. Auch die AKP-Regierung würde das Kurdenproblem für ihre Zwecke missbrauchen. Die AKP habe das kurdische Volk mit "Demokratieversprechen" hinters Licht geführt. Dabei ginge es der AKP nur um die Wahlstimmen der Kurden. "Wenn es zu einer Lösung in der Kurdenfrage kommen soll, dann müssen alle Parteien und Organisationen gemeinsam nach einem Frieden suchen", so Sakik gegenüber "Gazeteport". Sakik machte auch auf die Lynchpolitik in Bezug auf Ahmet Kaya aufmerksam. Damals sei die gesamte Türkei zum Hass gegenüber Ahmet Kaya aufgestachelt worden. "Wo waren diese Künstler damals, als Ahmet Kaya mit Gabeln beworfen wurde? Künstler, die damals schwiegen, versuchen heute aus der Kurdenfrage Kapital zu schlagen. Ich persönlich verurteile solche Profitgier von Künstlern." Sakik zeigte sich aber erfreut darüber, dass die türkische Sängerin Ajda Pekkan auf einer Veranstaltung gemeinsam mit Aynur Dogan das Lied "Kece Kurdan" gesungen habe. Solche Taten würden die Brüderlichkeit zwischen der türkischen und kurdischcen Bevölkerung stärken. (http://www.bugun.com.tr/newsFiles/1/1/1/1/0/0/1/1/1/1/0/1/1/0/0/file/62425.jpg) Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 07. Apr 2009, 11:36 Mahsuns nationalistische Freunde
(http://www.internethaber.com/images/other/aksu.jpg) von links nach rechts: Sinan Aygün, Cemil Cicek, Abdülkadir Aksu, Mahsun Kirmizigül Nun stellt sich heraus, dass Mahsun Kirmizigül für seinen Film "Günesi Gördüm" von Cemil Cicek, derzeit stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister der Türkei, beraten wurde. Cemil Cicek ist innerhalb der AKP mit seinen nationalistischen Aussagen bekannt. Zuletzt erklärte er (http://www.jungewelt.de/2009/04-04/003.php) den Wahlsieg der DTP im Grenzgebiet zu Armenien gegenüber der Zeitung Hürriyet zum "Risiko für die nationale Sicherheit"! Der Film wurde weiter durch Sinan Aygün und Abdülkadir Aksu unterstützt: Sinan Aygün, Chef der Handelskammer Ankara (ATO), wurde bereits im Rahmen des Ergenekon-Prozesses verhaftet. Dieser Mann ist sehr nationalistisch bis faschistisch motiviert. Aus Antwort # 11 unter "Und Atatürk ist ihr Prophet..." (http://www.kurdmania.com/Forum-top-Und-Atatuerk-ist-ihr-Prophet--2074.html) erkennt man die Gesinnung dieses Mannes. Abdülkadir Aksu, Kurde aus Amed, nach dem Abgang Mir Dengir Firats (http://www.kurdmania.com/Forum-top-AKP-auf-Kurdenjagd-2168.html) nun bedeutendster Politiker der AKP, steht für Charakterlosigkeit und Verrat. In seiner Zeit als Polizeipräsident wurden nicht wenige Kurden ermordet und verschleppt. yuksekovahaber.com - 07.04.2009 Wo ist der Kotz-Smiley? Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Kurdistani am 07. Apr 2009, 12:26 Tja und ihr erwartet Hilfe von ausserhalb ? Wenn unsere Größte Feinde selbst Kurden sind , wer will da für uns dei Hnad ins Feuer legen ?
Ein Kurdistan würde nicht viel länger ebstehen , wie die Republik Mahabad ! Grösste Feind der Kurden ..... der Kurde selbst ! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: A M E D am 07. Apr 2009, 12:50 [...] Abdülkadir Aksu, Kurde aus Amed [...] Das denken viele Kurden, aber nur wenige kennen seine wahre Identität. Abdülkadir Aksu ist kein Kurde, sondern ein Arnavut ! Arnavuten kommen ursprünglich aus Albanien bzw. Kosovo. Sprich dieser „Pieeeep“ benutzt die Kurdische Identität, um erfolgreich in den Kurdischen Siedlungsgebieten zu intervenieren. In Albanien leben die meisten Arnavuten mit 3.500.000 und in der Türkei geht man von der Zahl 1.500 bis 65.000 aus. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 07. Apr 2009, 13:01 Arnavut ist einfach nur die türkische Bezeichnung für Albaner! Trotzdem wird er von der AKP als Vertreter der kurdischen Fraktion innerhalb der AKP dargestellt; selbst, wenn er kein Kurde ist, so ist es aber Mahsun Kirmizigül!
Ansonsten stimme ich Kurdistani und AMED zu. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: A M E D am 07. Apr 2009, 13:29 Arnavut ist einfach nur die türkische Bezeichnung für Albaner! Tja, da sind mir die Türkisch Sprechenden Kurden überlegen, ansonsten hoffe ich das man den Innenminister der Türkei nicht mehr als Kurden bezeichnet. İlker Basbug z.B. (türkischer Generalstabschef) ist ein Bosniake bzw. albanischer Immigrant. (nur mal zu Info) Trotzdem wird er von der AKP als Vertreter der kurdischen Fraktion innerhalb der AKP dargestellt. Wieso verwendest du das Wort „Trotzdem“ ? Ich denk mal du beziehst dich auf meinen Beitrag, da müsstest du doch bemerkt haben das ich genau darauf hinaus wollte. Deshalb Frage ich mich, wieso du trotzdem schreibst ? Mahsun Kirmizigül ist ein Kurde/Zaza und ist schon längst von der Bevölkerung abgehackt worden. Solche ..... wollen wir nicht Amed haben, deshalb fordere ich alle Kurden auf diesen .... zu boykottieren. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 07. Apr 2009, 14:31 Lieber AMED,
ich verwendete "trotzdem", um dich zu bestätigen ;) Obwohl er scheinbar albanische Wurzel hat, wird er von der AKP als Kurde vorgestellt, daher "trotzdem"! Nun darfst du dich über "scheinbar" ärgern ... Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Abdul am 07. Apr 2009, 15:30 Ob es hilfreich ist einen Film zu boykottieren weiss ich nicht. Falls er irgendwann auf deutsch oder kurdisch synchronisiert wird werde ich ihn mir ansehen. Denn anscheinend gibt hierzu zwei Meinungen. Wobei man wohl anhand eurer Aussagen davon ausgehen kann. Dass er zwar natürlich nicht die ganze Wahrheit zeigt. Aber ist auch nicht so ein billiger Propaganda Film wie kurtlar vadisi ist.
Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: A M E D am 07. Apr 2009, 17:49 Lieber Jaban,
ich habe das wohl anders aufgefasst, deswegen erübrigt sich alles.... Mahsun Kirmizigül ist zurzeit in Amed, so beliebt wie eine vertrocknete Wassermelone... Selbst die Esel schauen diesen Kerl nur mit dem Hinterteil an .... Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: A M E D am 07. Apr 2009, 18:19 Nachdem er ein Film über Altersheime gedreht hat, kümmert er sich derweil um die Kurdenfrage, die nach Mahsun`s Verständnis durch ein Missverständnis entstanden ist. Diesen Satz sollte er mal in Dêrsîm aussprechen, mal sehen ob die Kurdische Bevölkerung ihn am leben lässt. Ein Missverständnis ? Welcher Vogel hat ihn denn in den Kopf „geschissen“ ? A: Ismet Inönü Über dieses Massaker sagte der damalige Premierminister Ismet Inönü: (Milliyet, 31. August 1930). Zitat „In diesem Land kann nur das türkische Volk ethnische und rassische Rechte für sich geltend machen“ oder B: Mahmut Esat (Milliyet 19. September 1930). Der Justizminister Mahmut Esat gab in Ödemis folgende Erklärung ab: Zitat „Die Türken sind die alleinigen Herren, alleinige Eigentümer der Türkei. Wer nicht rein türkischer Abstammung ist, hat nur ein Recht: er soll Diener und Sklave sein. Freunde und Feinde, sogar die Berge sollen diese Tatsachen wissen“ Diese Aussagen waren auch nur bestimmt ein Missverständnis. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 21. Apr 2009, 16:19 Ich habe den Film "Günesi Gördüm - Ich habe die Sonne gesehen" nicht angeschaut und stelle auch nicht vor im Kino
anzuschauen, wenn schon im Internet oder auf PC wenn DVDRip davon rauskommt. Für Mahsuns Film würde ich nicht mal mein Geld verschwenden. Habe genug Berichte und Kommentare über den Film gelesen. Viele meinen das es sehr berührend ist und sogar weinen mussten, aber ich verstehe nicht wie diese Menschen ein Film anschauen. Wenn der Film uns Kurden nicht mal weitbringt und Drehbuch nicht mal gut geschrieben worden ist, was ist an dem Film schon schön oder geil?.. Kurdische Journalistin Ruken Adali von ANF (Firat News Agency) schrieb dass fast keiner in dem Film kurdisch redet oder nur paar kurdische Wörter zu hören sind. Auch die kurdische Guerilla die gegen das türkische Militär kämpft hat keinen Namen im Film, sondern sie heißen in dem Film nur "Dagdakiler dt. Die auf den Bergen". Seit 30 Jahren unterdrückt die türkische Armee grausam das Volk und führt einen dreckigen Krieg. Aber im Film von Mahsun Kirmizigül werden die türkische Soldaten als liebevolle und hilfsbereite Menschen dargestellt. In dem Film sagt ein Guerilla Kämpfer zu seinem Bruder falls er stirbt ein "Terorist" wird und wenn sein Bruder stirbt ein "Sehid - Märtyrer" wird. Was ich nicht verstehe ist was schwule Leute in dem Film suchen wenn der Film angeblich über Kurden ist. Für Mahsun Kirmizigül ist ja das Kurdenproblem immer noch "Südosten Problem". Er benutzt nicht mal den Begriff "Kurde". Auch wenn ich nicht angeschaut habe denke ich nicht das dieses Film das Leid und die Probleme der Kurden darstellt. Denn Mahsun behauptet dass die Geschichte wahr ist aber er ist von der Realität weit entfernt und stellt schon mal die Soldaten als gute Menschen dar. Wir sehen ja jeden Tag was dort passiert. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Sultan am 21. Apr 2009, 17:04 Das problem sind wir kurden selber wenn einer sagt „finde, dass die Flime Kirmizigül gut gelungen sind. Er verfilmt hier die kurdische Kultur“ dann brauchen wir uns nicht zu wundern wenn weiter hin solche chauvinistische filme und serien produziert werden, wo kurden als primitive bauer und terroristen abgestempelt werden, den das findet nicht nur so mancher türke sonder auch so mancher kurde gut gelungen!
Kein wunder das uns keiner auf dem welt ernst nimmt! >:( Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: kurdistanblog am 21. Apr 2009, 17:30 Den neuen Film von Kirmizigül habe ich noch nicht gesehen und werde deshalb keine Kritik dazu äussern können. Was jedoch seine Person und den Film Beyaz Melek angeht halte ich mich nicht zurück, denn die sind mir beide bekannt.
Fangen wir beim Film an (Beyaz Melek). Wieviel Klischee muss man noch bedienen und wie schleimig und unterwürfig kann man die Kurden noch präsentieren als in diesem Film? Der Film ist eine einfache Aneinanderreihung von Klischees. Die Message, im Osten hätten die Kurden mehr Respekt vor den Eltern und würden sich eher um diese kümmern braucht meiner Meinung nach keinen Film um das zu wissen. Es ist aus meiner Sicht eine logische Konsequenz in patriarchalischen und feudalen Kulturen. Vielleicht hätte Herr Kirmizigül auch mal darauf hingewiesen, dass sich dutzende Frauen in Nordkurdistan (z.Bsp. in Batman) gerade wegen der vorherrschenden Gesellschaftsstruktur das Leben nehmen. Das wäre mal eine Kehrseite der Medaille. Oder das Gewalt, und ungerechte Behandlung innerhalb der Großfamilien an der Tagesordnung stehen. Oder das respektvolle Verhalten gegenüber den älteren oft durch die drohende Strafe der Eltern entsteht. Ich hatte den Eindruck gerade der zweite Teil des Films wirkt eher wie ein Werbefilm von Öger Tours für den Südosten der Türkei. Daher maximal ein ausreichend was den Film angeht! Kommen wir zu seiner gespaltenen Persönlichkeit. Auf der einen Seite steht die Profitgier und die Selbstdarstellung und auf der anderen Seite seine Wurzeln und seine erlebte Jugend. Doch leider findet er nicht die richtigen Antworten auf die Probleme dieser Region. Leider schlägt er sich auf die Seite des Staates und trällert z.Bsp. bei der Gala, die Ahmet Kaya ins Exil getrieben hat, Seite an Seite mit dem Nationalisten Serdar Ortac Heimatlieder. Er hätte dort zurückhaltender agieren können, wenn schon kein mutiges Kritikerblut durch seine Adern fliesst. Hinzu kommt seine primitive Form der Gesangskunst mit einem inzwischenzeit westlich assimiliertem Auftreten (Kleidung, Styling). Alles das macht M.K. unglaubwürdig für einen kritischen Kurden. Er ist der Prototyp des assimilierten Kurden-Promis in der Türkei und wird sich deshalb noch seinem Gewissen stellen müssen. Früher oder eher später. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 21. Apr 2009, 23:29 @Kurdistanblog
Du wirfst Mahsun Kirmizigül vor sich Klischees zu bedienen und tust es selbst ebenso, wenn du behauptest, dass respektvolles Verhalten gegenüber den Älteren mit drohender Strafe verbunden ist. @Sultan Das Problem sind nicht Filme, in denen Kurden als "primitive Bauern und Terroristen" dargestellt werden, sondern Filme, in denen von "Brüderlichkeit" gesprochen wird und genau diese "Brüderlichkeits-Filme" bergen große Gefahr! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Miro am 22. Apr 2009, 00:21 Der Faschist Cemil Cicek fungierte bei Mahsun´s Film als Drehbuch Autor/ Berater und er war bei der Premiere natürlich auch mit dabei, genauso wie ATO- Vorsitzender Sinan Aygün, der 2 Millionen Euro bei sich zuhause in seinem Safe hatte, als sein Haus im Zuge des Ergenekon Prozesses durchsucht und er anschleißend unter Gewahrsam genommen wurde. Mit von der Partie war auch Abdulkadir Aksu, ebenfalls Minister in Erdogans´s Kabinett und ein Kurden Freund, der übelsten Sorte, der das Leben tausender ziviler Kurden aufm gewissen hat!
(http://www.aktuelbakis.com/files.php?file=mahsunkirmizi_650399888.png) Mahsun war und ist ein niederträchtiger Typ, der sich dem türkischen Verbrecher System anbiedert. Er ist ein Versager, wie Günay Aslan (http://www.yeniozgurpolitika.org/?bolum=haber&hid=45880) ihn nennt, ein niemand der seine komplex beladene Seele als vermeintlicher Kurde dem türkischen leugnungs- System zur Verfügung stellt und damit andere Kurden, die im Gegensatz zu ihm Ehre und Stolz besitzen ins Dreck zieht! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: kurdistanblog am 22. Apr 2009, 11:40 @Jaban
ich kann in meiner Formulierung kein Klischee feststellen. Ich spreche auch von "oft" und nicht "immer" wenn es um Respekt gegenüber den Eltern geht. Das ist ein Unterschied. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 22. Apr 2009, 12:01 "Oft" wird in pauschalen Aussagen stets benutzt, wenn "immer" nicht bewiesen werden kann. Ich bin nicht der Meinung, dass der Respekt vor Älteren mit einer drohenden Strafe seitens der Eltern verbunden ist: Auch patriarchalische und feudale Kulturen haben sowohl negative als auch positive Seiten; mitunter diese kurdische Kultur hat dazu beigetragen, dass die Kurden überlebt haben und nicht assimiliert wurden.
Wir sind nicht frei, wenn wir werden wie "die aus dem Westen", sondern wenn wir sein dürfen, was wir sind und was wir wollen! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: siyabendo am 22. Apr 2009, 13:35 Zitat Wir sind nicht frei, wenn wir werden wie "die aus dem Westen", sondern wenn wir sein dürfen, was wir sind und was wir wollen! genau das möchte ich persönlich nicht,alles aus dem westen 1 zu 1 übernehmen,ist a garnicht möglich und b nicht gut für unsere eigene identität,denn das ist es was die türken tun,sich seit geraumer zeit mehr und mehr dem westen anschließen,weniger in politischer hinsicht,sondern in kultureller.daher sind die türken für mich identitätslos da sie wann immer was "besseres" entdecken sich auch in diese richtung bewegen,das hat für mich auch nix mit moderne oder ähnlichem zu tun,man kann auch die eigene kultur bewahren und trotzdem mit der zeit mitgehen.die türkei wird mehr und mehr zum kapitalistenstaat,das wohl auch ein grund. nach anatolien gehören die türken nicht denn was kultur in diese region angeht (essen,musik,tanz etc) ist kurdisch,armenisch,persisch,und der westen möchte sie garnicht. natürlich gibt es in unserer kultur etwas zu verbessern,was noch lange nicht heißt dass wir und verändern. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Berxwedan am 22. Apr 2009, 15:30 (...) natürlich gibt es in unserer kultur etwas zu verbessern,was noch lange nicht heißt dass wir und verändern. Ich denke, Verbesserungen und Veränderungen sind zwei Dinge, die zwangsläufig einhergehen. Veränderungen sind für den Fortbestand einer Kultur so notwendig wie die Luft zum Atmen, ohne Veränderungen bleibt man rückständig und unvollständig. Darum sollten wir sie nicht fürchten. Die Gefahr einer kompletten Kulturdegeneration sei nicht das Ziel, eher eine Neudefinition derselben. Und hierbei kann man von überall lernen, die Hauptsache ist, man vermeidet blinden Konservatismus oder gar Reaktionismus. Was das Thema angeht: Der Film "Güneşi Gördüm - Ich sah die Sonne" mag zwar ein netter Versuch sein, jedoch meiner Meinung nach - selbst von einem objektiven Standpunkt - in Gewissen Punkten misslungen. Hierbei muss ich gestehen, dass ich nicht den kompletten Film gesehen habe, jedoch erlaube ich mir eine erste Kritik. Zum einen finde ich die Schnitt- und Regiearbeit nicht völlig ausgereift. Zu viele Überblendungspausen, vertaute Perspektiven und Winkel. Zum anderen der Film selber: Kirmizigül versucht sich in Neutralität, indem er keine Partei ergreift. Er zeigt das Leid kurdischer Bauern, die Tötungen und Räumungen durch das Militär, aber auch die Vorzüge der türkischen Gesellschaft in der Großstadt, sowie die (scheinbare?) Humanität des Staates. Obwohl der Film anfangs den Anschein erweckt, doch mal etwas ungewohnt kritischer mit dem Militär der Türkei umzugehen, entpuppt sich dies anders: Die Militärs werden Teils großzügig gütig in einem notwendigen Krieg gezeigt, de Guerilleros der PKK zwar als empfindsame menschliche Wesen, aber selbstverständlich als Terroristen bezeichnet. Des Weiteren scheint die Geschichte eines transsexuellen Familienmitglieds eher im Mittelpunkt zu stehen. Nun gut, der Film sei ja auch ein Familiendrama und kein Politthriller. Europa ist hierbei als Tor der Freiheit deklariert, warum die Familie überhaupt in ihrer Heimat unfrei ist, bleibt aber leer im Raum stehen. Wie gesagt, der Film versucht großes Publikum anzusprechen - Kurden wie Türken. Er geht zwar weder auf die Ursrpünge des Konflikts ein, noch auf den Wertewandel der Gesellschaft, jedoch verherrlicht er auch nicht in dem Maße das Türkentum wie es in "Tal der Wölfe" oder in sonstigen türkischen Serien der Fall ist. Wahrscheinlich ist solch ein Film in der Türkei sogar als progressiv anzusehen, aus erfahrener europagewohnter Kinosicht jedoch eher als Mainstream-Mittelmaß. Man hat den Eindruck, der Regisseur versucht durch impossantes Gefühlskino eher Tränen und einen Filmepreis einzuheimsen, als den Zuschauer zum Denken anzuregen. Denn im Grunde soll der Film von türkischen Nationalisten bis kurdischen Bauern alle ansprechen... der Versuch eine Dialogs sozusagen ("Lasst jedem das Seine"), jedoch befriedigt er anscheinend weder die eine, noch die andere Zielgruppe. Meiner Meinung nach emotionalisiertes Popcornkino, es fehlt der intellektuelle Beigeschmack. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Jaban am 22. Apr 2009, 16:04 @Berxwedan
Zitat Kirmizigül versucht sich in Neutralität, indem er keine Partei ergreift Auch Ahmet Hakan hat in seiner Kolumne ( "Warum ich Mahsuns Film verachte" (http://www.hurriyet.com.tr/yazarlar/11211621.asp)) diese Besonderheit betont: Zitat Beachtet, dass dieser Film das "Kurdenproblem" behandelt ... Dieser Film ... würde dem "Terrorist auf den Bergen" gefallen, wenn er den Film anschaut ... würde dem "Soldat, der die Terroristen auf den Bergen jagt", gefallen, wenn er den Film anschaut ... würde dem Ministerpräsident gefallen, wenn er den Film anschaut ... würde dem Generalstabschef gefallen, wenn er den Film anschaut ... würde einem DTPler gefallen, wenn er den Film anschaut ... würde einem MHPler gefallen, wenn er den Film anschaut ... du wirst die Galavorstellung sowohl in Diyarbakir (kurd.: Amed) als auch in Yozgat veranstalten können ... Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: DayeZore am 22. Apr 2009, 17:07 wie bezeichnete Hozan Diyar, solche typen wie Alisan, Mahsun, Özcan und wie sie alle heissen "Medienaffen"!!
alles was die medien hören wollen, wird von ihnen getan. Im ganzen film benutzt er nicht einmal das wort Kurde, gerilla oder sonst noch was, immer nur Anadolu daglardir. wie feige muss man sein, selbst MHP mitglieder benutzen das wort kurde. Und ich habe ihn letztens im tv hören sehen, wie er gesagt hat, das seine erststimme die CHP bekommen hat, und die zweitstimme er nicht sagen will. Als Ahmet kaya mit gabeln beworfen wurde, ist er mit nuri sezingüzel, mustafa topaloglu aufgestanden und hat beifall geklatscht für serdar ortac seine beleidigungen gegenüber Ahmet kaya. und Sakkik weiss schon warum er keine werbung für mahsun kirmizigül macht. seid nicht so naiv. ich bitte euch. hört endlich auf, entweder werden sie aufstehen und sagen wir sind kurden und wir verstehen das kurdische volk oder sollen sie bei serdar ortac, ebru gundes, bülent ersoy und wie sie alle heissen übernachten. ich habe mir versprochen nie wieder die musik von diesen typen anzuhören. das seit 5 jahren und ich ziehe es durch. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 23. Apr 2009, 13:21 Habe mitgekriegt dass in dem Film die Menschen in Istanbul zum ersten Mal Waschmaschine sehen und die Kinder
ein kleines Kind in die Waschmaschine geben. Also so peinlich wie Mahsun Kirmizigül konnte man glaube ich nicht sein, Journalisten und Menschen die den Film kritisieren haben echt Recht. Wie kann man eigenes Volk so blöd und naiv darstellen?. Echt unnötig so eine Szene. Manche meinen dass Mahsun Kirmizigül wie Yilmaz Güney wird. Mahsun Kirmizigül konnte mit so einem Film nicht mal ein Schritt machen. Wer auch Filme von 90er Jahre über Kurdenproblem oder ähnliche Sachen angeschaut hat oder kennt wird merken dass Mahsuns Film nicht erfolgreich ist. Mahsun sollte erst mal Selbstkritik machen. Er sang ja mit Faschisten Marsch zum 10.Jahr. Das Volk hat es immer noch nicht vergessen. Ahmet Kaya betonte auch dass er stolzer Kurde ist und ein kurdisches Album rausbringen wollte und er hat auch mit sein leben es bezahlt. Dank an Kurden erhaltet er Geld obwohl er nicht mal ein Euro verdient. Er nutzt nur diese Probleme und Sachen in Kurdistan für sein Zweck aus. Wie hängengeblieben und stehengeblieben der Mahsun ist denn er benutzt nicht mal den Begriff Kurde. Bezeichnet sogar Kurdenproblem als Südosten Problem. Kein Unterschied zwischen türkische Medien die uns immer noch als östliche Mitbürger darstellen. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: siyabendo am 23. Apr 2009, 14:59 Zitat Manche meinen dass Mahsun Kirmizigül wie Yilmaz Güney wird. :D Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: SedatOz am 23. Apr 2009, 16:45 Zitat Manche meinen dass Mahsun Kirmizigül wie Yilmaz Güney wird. Yilmaz Güney hat mit seinen Arbeiten Tabus gebrochen und nicht versucht es jedem Recht zu machen! Er hat mit seinen Szenarien Kritik ausgesprochen und die Verantwortlichen auf seine Art und Weise an den Pranger gestellt! Yilmaz Güney was ein Revulotionär, da er in seinen Filmen mit den gängigen Konventionen brach!Ich muss zugeben, dass Mahsum aufjedenfall ein gutes Gespürr für Bilder hat, das hat er bei "Beyaz Melek" unter Beweis gestellt, und das halte ich ihm definitiv zu Gute. Aber Güney war in der Lage Inhalt und Bild mit einander zu verbinden. Sein Storytelling ist unglaublich gut gewesen. Wenn Kirmizigül in die Fußstapfen Güneys treten will, sollte er mal lernen, sein Ellbogen auszufahren und zu realisieren dass Ungerechtigkeit und Unterdrückung mit künstlerischen Mitteln bekämpft werden müssen und nicht so tun als ob sie nicht existiere! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Amos am 23. Apr 2009, 18:04 Yilmaz Güney ist wohl nie in die Versuchung gekommen, sich neben einen Minister Çiçek stellen zu müssen, für jene Leute war er halt eine "Unperson", und das war er im Gegensatz zu Mahsum K. wohl auch gern. Natürlich muss ein Künstler manchmal nett zu den Wölfen sein, wenn er für seine Projekte deren Geld braucht. Aber wenn absehbar ist, dass mensch sich dafür über Gebühr verbiegen muss, dann sollte auf solch ein Projekt eben verzichtet werden, denn, wie wir sehen, kommt ja am Ende doch nicht Gutes dabei raus!
Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 25. Apr 2009, 00:36 Ich habe einen Artikel der Radikal-Zeitung über Mahsuns Film "Günesi Gördüm - Ich sah die Sonne" gelesen, es hat mir echt gefallen. Am meisten was am Ende steht. Sowie auch in dem Text steht,
wird Ahmet Kaya's Geist ihn nie in Ruhe lassen..Er wird niemals wie Yilmaz Güney noch wie Nizamettin Aric sein. http://www.radikal.com.tr/Default.aspx?aType=HaberYazdir&ArticleID=927011 Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Miro am 25. Apr 2009, 06:56 AgitMahsun, vielen Dank bira. Wirklich toller Kritik vom Autor, all die Widersprüchlichkeiten dieser grotesken Person super fein zusammen gefasst. Schade, dass kein Hinweis zum Verfasser gibt.
Ps. In dem Artikel wird zwar Mahsun kritisiert und aufgezeigt, wie widersprüchlich er sich seit Anfang seiner Laufbahn verhält, aber dieser vergleich gilt fast für alle anderen Konsorten Mahsuns genauso, weil diese ebenfalls nach Wetterlage in Ankara ihre Farbe wechseln. In der türkischen Gesellschaft existieren einfach zu wenige im wahrsten sinne des Wortes aufgeklärte Menschen mit Mut und Moral auch unangenehme Sachen zu sagen und darüber hinaus auch in ihre künstlerische Werke einzubringen, damit es nachhaltig dokumentiert ist, welchen Gräuel, das kurdische Volk unter der kemalistischen Regime ausgesetzt ist! Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 25. Apr 2009, 13:40 Auf der Seite die ich eingefügt habe, habe ich auch keine Name gesehn aber habe eben rausgefunden wer Verfasser ist:
Sie heißt "Merve Erol". In dem Film wird nicht erzählt oder erklärt wieso die Menschen in die Berge gehen,auf die Waffen zugreifen und kämpfen müssen.. Es wird nur gesagt "Ich bin für euch in die Berge gegangen und habe mein Leben geopfert". Merve Erol: "Yikilmadim Yukaridayim" http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=EklerDetay&ArticleID=927011&CategoryID=41 Ersin Tokgöz: "Du bist schuldig Mahsun, du darfst die Sonne nicht sehen" http://www.radikal.com.tr/Default.aspx?aType=RadikalYazarYazisi&Date=16.03.2009&ArticleID=926315 Hast du die Sonne gesehn oder Führungslicht der Staat?.. (“Güneşi” mi “Gördüm”, yoksa devletin idare lambasını mı?) http://halkingunlugu.net/kultur-sanat/g_ne_i_mi_g_rd_m_yoksa_devletin_idare_lambas_n_m.html Günlük (Zeitung): "Auweh!, Mahsun zeigt die Sonne - Eyvah! Mahsun güneşi gösteriyor" http://www.gunlukgazetesi.com/haber.asp?haberid=70893 Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 07. Jun 2009, 22:28 Auf dem Video meint Mahsun Kirmizigül dass die Leute über den Frieden wegen seinem Film sprechen.
Es wird nicht wegen seinem Film "Günesi Gördüm" über das Problem jetzt diskutiert oder Journalisten in die Berge geschickt. Ohne Waffenstillstand würden die heute nicht mal über das Problem diskutieren. Mahsun verarscht sich nur selbst.. Video: http://www.aktifhaber.com/news_detail.php?id=226201 Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 28. Jun 2009, 15:02 Unten sind Download-Links von dem Film "Günesi Gördüm". Der Film ist auf türkisch mit englischen Untertiteln.
Ich empfehle euch bei "Sharebase.to" und bei "Up-File.com" runterzuladen, weil es schneller runterlädt. Die Qualität ist gut. http://www.upload-manager.de/images/files/d3007290567f0ad/qP7rEY0AoM.pdf Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: AgitMahsun am 20. Nov 2009, 00:10 In der Serie "Bu Kalp Seni Unuturmu ? (dt. Denkst du dieses Herz wird dich vergessen?)" wurde dargestellt was nach dem Militärputsch 1980 in der Türkei passiert ist.
In paar Folgen haben sie gezeigt wie die Menschen im Gefängnis von Amed behandelt wurden z.B dass die Menschen im Gefängnis Folter erlebt haben,immer die türkische Nationalhymne singen mussten oder dass deren Eltern miteinander nicht auf kurdisch sprechen durften. Am Ende der 5. Folge steht ein folgender Satz mit dem Namen der verstorbenen Menschen: "In Gedenken an die verstorbenen Menschen des Diyarbakir Gefängnis... Mazlum Dogan, Ali Erek,Ibis Ural,Önder Demirok,Abdurrahman Cecen,Cemal Kilic,Seyfettin Sak, Ali Saribal,Mehmet Emin Akpinar, Aziz Özbey,Kenan Ciftci, Bedii Tan,Ferhat Kurtay,Necmi Öner,Mahmut Zengin,Esref Anyik,Kemal Pir, M. Hayri Durmus,Akif Yilmaz,Ali Cicek,Necmettin Büyükkaya,Orhan Keskin,Remzi Aytürk,Yilmaz Demir,M.Ali Eraslan,Ismet Karak,Ramazan Yaya, Medet Özbadem,Halil Ibrahim Baturalp,Hüseyin Yüce,Aziz Büyükertas,Suphi Cevirici,Mehmet Emin Yavuz," Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 29. Jan 2010, 03:42 Die regierungsnahe Zeitung "Taraf" hat diese Woche ein Interview mit Adil Gür dem Inhaber des Meinungsforschungsinstitut "A ve G" veröffentlicht. Laut Taraf soll dieses Institut vor den letzten Wahlen das Nächstliegende Umfrageergebnis erzielt haben und daher (nach Taraf's Logik) als seriös und unparteiisch gelten. Im Interview wird unteranderem nach der Kurdenfrage und dem Wahlverhalten der türkischen/kurdischen Bürger gefragt. Hier einige Abschnitte vom Interview: Zitat Wie hoch war das Vertrauen in das Militär vor und nach dem Ergenekon-Verfahren? Bis zum Ergenekon-Verfahren lag das Vertrauen der Bürger in das Militär bei 90%, als wir danach die Bürger befragten, waren es nur noch 80%, je mehr sich das Verfahren vertiefte und versuchte Anschlags- und Putschpläne enthüllt wurden, sank es auf bis zu 63%. Das ist übrigens der tiefste Stand aller Zeiten..... Wer vertraut dem Militär? Allen voran die Frauen, danach kommen Jugendliche und junge Erwachsenem, aber lediglich 40% der Männer im fortgeschrittenen Alter vertrauen ihm.... Wie ist das Verhältnis zwischen den jeweiligen Wählerschichten und dem Militär? Nun ja, je höher der Bildungsgrad ist, umso mehr steigt auch die Sympathie und die Zustimmung in das Militär. Deswegen ist gerade die Zustimmung der CHP-Wähler besonders hoch. Die CHP-Wähler gehören hauptsächlich zur besser gebildeten Schicht , meist sind es Akademiker und Hochschulabsolventen. Würde lediglich die gebildete Schicht wählen dürfen, könnte die CHP mühelos mit über 50% Stimmenanteil regieren. Was würde die Türkei wählen, wenn morgen Wahlen anstehen würden? Die Zustimmung für die AKP liegt bei 32%, die Gründe für den massiven Wählerverlust sind zum einen wirtschaftlich bedingt, andererseits waren die Geschehnisse in Habur (als eine kurdische Friedensdelegation bestehend aus PKKler und Flüchtlingen nicht festgenommen wurden) nicht akzeptabel für den türkischen Wähler, was sich an den Umfragen bewahrheitet hat. ....Die sogenannte "Kurdische Öffnung" hat der AKP geschadet, hätten sie die Öffnung mit der Religion begründet, so wäre sie besser durchgesetzt worden. Die MHP und DTP haben zugelegt, denn beide Parteien sind nationalistisch. Auf der kurdischen Seite haben die Verhaftungen gegen kurdische Politiker der DTP/BDP genutzt. Von den Geschehnissen in Habur hat die MHP profitiert, die MHPler würden aktuell 20% der Stimmen bekommen, DTP etwa 7%. Was die Parteien-Konkurrenz anbelangt, so konkurrieren nicht etwa AKP und MHP miteinander, sondern MHP mit CHP. Das sehen wir an den Ergebnissen. Wenn MHP an stimmen verliert, legt die CHP zu, und umgekehrt ist es auch so... .... Weitere Umfrageergebnisse Soll für den "Südosten" eine Art Autonomie anerkannt werden Allgemein: 90% Nein, 10% Ja Unter Kurden: 79% Nein Unter DTPler: 67% Nein Amnestie für Öcalan: Allgemein: 87% Nein Unter Kurden: 64% Nein DTPler: 76.5% Ja Amnestie für alle PKKler: Allgemein: 85.5% Nein Für die Frage "soll Kurdisch-Unterricht eingeführt werden" hat Herr Gür keine Zahlen angegeben, aber er meinte, die Mehrheit hätte "Nein" gesagt. Nun ob Adil Gür tatsächlich seriös arbeitet mag ich bezweifeln. Eine Sache ist mir besonders ausgefallen, Herr Gür gibt auf jedes Ergebnis seiner Umfragen auch eine Begründung an, als würde er genau wissen, weshalb sich die Wähler dazu entschieden haben. Deswegen bleibt bei mir das Gefühl, dass er eher versucht Meinung zu bilden, als die Meinung seiner Bürger zu hinterfragen. Die Regierungsnahe Taraf-Zeitung und dieses Institut scheinen gut miteinander zu harmonieren. Die Täuschungs-Politik von Taraf/Gülen-Medien scheinen mir ziemlich simpel aber dreist zu sein. Sie möchten es so darstellen, als würde die PKK mit dem Militär unter einer Decke stecken. Demnach wäre eine friedliche Lösung der Kurdenfrage auch nicht im Interesse der PKK. Vermerk: Da türkische und kurdische Medien weniger auf Inhalt mehr auf Masse Wert legen, sind ihre Nachrichten/Interviews etwa vier Mal länger, als die der anderen Medien. Deswegen habe ich in manchen Fällen zwei Antworten miteinander verbunden, weil die Fragen mehr oder weniger gleich waren.... http://taraf.com.tr/makale/9676.htm Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Amos am 29. Jan 2010, 11:42 1. "regierungsnah" ist wieder mal so ein "Totschlagsargument", solange die einander möglicherweise ablösen könnenden trk. regierungsfähigen Parteien sich lediglich als "Strömungen" innerhalb der kemalistischen Grundstimmung voneinander unterscheiden. Diese Einteilung in Strömungen spiegelt sich aber nach rund 90 Jahrend autoritärer und eben antidemokratischer Bildungspolitik bis auf sehr wenige Ausnahmen in der Mehrheitsbevölkerung wider. Dieses Verhältnis ist wohl in den Minderheitsbevölkerungen umgekehrt, weshalb kommerzielle Meinungs"forscher" sich selten damit befassen.
Herr Gür scheint da ebenfalls den eigenen - in wohl 3. oder 4. Generation verinnerlichten Kemalismus nicht infrage zu stellen, weil durch eine sozialwissenschaftlich ordentliche Beschäftigung damit der Kemalismus als das erkannt werden könnte, was er ist: eine autoritär verordnete Lebenslüge. 2. Meinungsumfragen können nie zur Ermittlung von Fakten dienen. Ein Umfrager, der das behauptet, lügt sich in die eigene Tasche. In Falle Gür darf das wörtlich verstanden werden: er lügt sich in die eigene Geld-Tasche. Und weil das für ihn vorteilhaft ist, wird er es weiterhin tun. 3. Um die Absicht der Zeitung bei diesem Interview beurteilen zu können, müsste ich es im Ganzen auf Deutsch lesen können, nicht in einem sehr kleinen aus dem Gesamtzusammenhang willkürlich entnommenen Teil. 4. Eine Zeitung ist nur so lange regierungsnah, wie die Regierung dieser Zeitung nahe ist. Für "Taraf" bedeutet das, dass die jetzige Regierung im Verhältnis zur vorigen und zu möglichen anderen, aus anderen kemalistischen Strömungen stammenden, "das kleinere Übel" darstellt. Von daher hat "Taraf" ein Interesse daran, dass die "größeren Übel", also CHP und MHP bzw. deren noch üblere Schwesterorganisation BBP möglichst nicht "ans Ruder" kommen. Wer "Taraf" verübelt, dass dort Dokumente veröffentlicht werden, welche den kemalistischen Ultras schaden und der augenblicklichen Regierung nützen könnten, läuft Gefahr, zum (un)freiwilligen Verbündeten jener Ultras zu werden. 5. Zu Gürs Aussagen über die "Meinung" "der" Kuden: Diese Befragungsergebnisse kommen deshalb so und kaum anders zum Tragen: Misstrauen aus leidvoller Erfahrung führt Kurden in jener Republik dazu, ihre wirkliche Meinung nicht preiszugeben, da für sie jeder Befrager Teil des Unterdrückungsapparates ist. Es gibt natürlich auch Opportunisten unter ihnen, die halt sagen was der Befrager gern hören möchte (ihrer eigenen Einschätzung nach). 6. Die Frage nach "einer Art Autonomie" ist so gestellt worden, dass keine andere Antwort als Ablehnung auch unter Kurden zu erwarten war, zumal ja Abdullah Öcalan mehrfach klar gesagt hatte, welche Art Autonomie für Kurden im Sinne von Frieden im Lande anstrebbar wäre. Wer da anders antworten würde, hätte sich ja als "Separatist" (aus Sicht der Mehrheitsideologie) preisgegeben. 7. Wer mit nüchternem Verstand Abdullah Öcalans jüngste Ausführungen gegenüber seinen Anwälten liest, kann erkennen, dass der alternde Mann in der Abgeschiedenheit seiner Gefängniszelle besser über die Stimmung im kurdischen Volk Bescheid weiß als der hochgehandelte Meinungsforscher Gür. Denn Abdullah Öcalan erklärte ausdrücklich, dass sowohl die Kommandeure der Guerilla wie die Führer der BDP unter ihrer eigenen Verantwortung handeln müssen, sich also nicht auf seine "Befehle" berufen bzw. herausreden können, wenn ihre Aktionen nicht erfolgreich sein werden. Indem sie auf Gürs Fragen bestenfalls ausweichend antworteten, haben die Kurden mehrheitlich gezeigt, dass sie verstanden haben, welche Bedeutung Eigenverantwortlichkeit für die Erlangung friedlicher Lebensumstände hat. Und sie haben wohl auch verstanden, worauf Abdullah Öcalan hinaus will, im Gegensatz zu Adil Gür auf der einen und jenen Kurden, deren Verstand in den rechten Zeigefinger gewandert ist (dem Finger am Abzug der Waffe). Die BDP-Politiker scheinen das ebenfalls verstanden zu haben, und die Anführer in den Bergen wohl auch, weil der Krieg als Selbstzweck dem kurdischen Volk nichts nützen kann, aber bis zur Erlangung einer Verhandlungsbereitschaft der Regierung die Verteidigungsfähigkeit erhalten bleiben muss, jedoch die politischen Mittel eindeutig die Strategie bestimmen müssen. Da haben die kurdischen Führer den türkischen vielleicht einiges voraus: Sie sind sich bewusst, dass das Militär der Politik zu dienen hat und nicht umgekehrt. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Qers am 29. Jan 2010, 20:01 Eine Zeitung ist nur so lange regierungsnah, wie die Regierung dieser Zeitung nahe ist. Für "Taraf" bedeutet das, dass die jetzige Regierung im Verhältnis zur vorigen und zu möglichen anderen, aus anderen kemalistischen Strömungen stammenden, "das kleinere Übel" darstellt. Von daher hat "Taraf" ein Interesse daran, dass die "größeren Übel", also CHP und MHP bzw. deren noch üblere Schwesterorganisation BBP möglichst nicht "ans Ruder" kommen. Wer "Taraf" verübelt, dass dort Dokumente veröffentlicht werden, welche den kemalistischen Ultras schaden und der augenblicklichen Regierung nützen könnten, läuft Gefahr, zum (un)freiwilligen Verbündeten jener Ultras zu werden. Geht es wirklich um die Interessen von "Taraf" ? Wie kommt "Taraf" eigentlich an solche Dokumente? Wäre es möglicherweise ein Problem für bestimmte Kreise, wenn nicht "Taraf", sondern "Zaman" diese Dokumente veröffentlicht hätte? Man muß kein Hardcore-Apoist sein, um sich zu fragen, ob diese Zeitung nicht etwa instrumentalisiert wird. In jeder politischen Bewegung werden Menschen manipuliert und die Hoffnungen und Sehnsüchte von Menschen werden benutzt. Man muß den "Taraf" - Mitarbeitern keine schlechten Absichten unterstellen wenn man sich die linksfaschistische CHP bzw. die rechtsradikale MHP anschaut. Ich finde die "Taraf" sehr informativ und interessant, glaube aber trotzdem, daß Mißtrauen durchaus berechtigt ist. Vor kurzer Zeit gab es auf km wegen "Kurd1" eine Auseinandersetzung. Ich hatte einen "Kurd1" - kritischen Artikel gepostet, von dem sich jemand provoziert gefühlt hatte. Ich schau selbst ab und zu "Kurd1", aber jeder denkende Mensch wird nicht nur konsumieren, was man ihm präsentiert. Er wird berechtigter Weise die Fragen stellen "wer" , "warum", "wieso jetzt" .. etc. Das ist durchaus berechtigt, Dinge kritisch zu hinterfragen. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Amos am 29. Jan 2010, 20:31 Die Frage an wen bzw. an wen nicht solche Informationen gegeben werden, sollte hier zweitrangig sein. Interessanter wäre eine Antwort, von wem das kam und warum gerade zu diesem Zeitpunkt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der eine oder andere mehr oder weniger geheime Dienst da die Finger im Spiel hatte.
Aber hauptsächlich sollten wir hier die Frage diskutieren, welcher Zweck hier dahintersteckt. Das ist sicher mehr als nur Liebe zur jetzigen Regierung in Ankara. Hier soll wohl dem trk. Militär klargemacht werden, dass es nicht Regeln zu machen, sondern Regeln zu befolgen hat. Ein solcher Primat der Politik ist nicht nur im Interesse der NATO, soldern sollte im Interesse aller Demokraten der Region sein. Und, weil Kurden in fast allen Ländern der Region leben, sollten gerade sie ein besonderes Interesse daran haben, dass das Militär der Politik zu dienen hat und nicht umgekehrt. Aber auch die AKP sollte sich ernsthafte Gedanken machen. Denn der Primat der Politik verlangt eine andere Verfassung, und zwar eine Verfassung, die sich aus der Klammer des militärfixierten Ein-Nationen-Staates lösen kann. AKP sollte sehr an einer starken BDP interessiert sein, als möglichem Koalitionspartner. Daher wäre mit einer schleunigen Entlassung der jüngst verhafteten BDP- und Ex-DTP-Funktionsträger ein erster Schritt zu vertrauensbildenden Maßnahmen ein besonders für die AKP wichtiger Schritt, denn ohne Vertrauen ist eine sogenannte Öffnung eben nichts als Etikettenschwindel, auf den vielleicht Herr Barzani noch reinfällt, aber sonst wohl kaum jemand. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 29. Jan 2010, 22:10 Zitat Ich hatte einen "Kurd1" - kritischen Artikel gepostet, von dem sich jemand provoziert gefühlt hatte. Ich schau selbst ab und zu "Kurd1", aber jeder denkende Mensch wird nicht nur konsumieren, was man ihm präsentiert. Er wird berechtigter Weise die Fragen stellen "wer" , "warum", "wieso jetzt" .. etc. Man kann auch schreiben "von dem sich Ciwanro...", du darfst ruhig meinen Namen erwähnen. Nun ob das, was du getan hast "Hinterfragen" der Aufstacheln war, konnte sich jeder Leser der sich Berechtigerweise die Fragen "wer, "warum", "wieso" stellt selbst beantworten.... Es steht für mich jedenfalls fest, dass türkisch-islamische Kreise sich mit den Liberalen vereint haben. Es ist auch klar, dass die Vernichtung/Verschmelzung der Kurden, durch türkisch-islamische Gruppen (AKP,Fetulla,SP) vollzogen wird. Denn die Kemalisten haben bemerkt, dass diese dreisten Schakale die einzige Kraft sind, die die Kurden vernichten/verschmelzen können. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Qers am 29. Jan 2010, 23:28 Nun habe ich mich extra eingeloggt um dir mitzuteilen, daß nicht du gemeint warst. Wurdest du etwa verwarnt, weil du hysterisch reagiert hast? Nein, du bist lediglich derjenige, der hinter jedem Baum den Verrat wittert. Wenn du magst kannst du mir ja schreiben, inwiefern ich "Aufstacheln" betrieben habe. Vielleicht ist "Sticheln" das bessere Wort, und zwar für jemanden der seine auf eine bestimmte Person bezogene Kritik als Kritik an "Taraf" zu verpacken versucht . .
Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 29. Jan 2010, 23:59 Ich mag mich daran erinnern, dass es im Kurd1-Thread eine Diskussion zwischen uns gab, daher ist es logisch, dass man sich angesprochen fühlt. Falls ich dich wiedermal missverstanden habe, dann tut es mir aber leid.
Ich kann für meinen Teil folgendes sagen; Anstatt ständig kurdische Parteien zu verdächtigen, hinterfrage ich lieber die Machenschaften des Gegners. Wir können gerne über das Thema "türkische Medien..." diskutieren, wenn du aber darauf bestehst, können wir auch über einander diskutieren. Silav Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 30. Jan 2010, 02:53 2. Meinungsumfragen können nie zur Ermittlung von Fakten dienen. Ein Umfrager, der das behauptet, lügt sich in die eigene Tasche. In Falle Gür darf das wörtlich verstanden werden: er lügt sich in die eigene Geld-Tasche. Und weil das für ihn vorteilhaft ist, wird er es weiterhin tun. 5. Zu Gürs Aussagen über die "Meinung" "der" Kuden: Diese Befragungsergebnisse kommen deshalb so und kaum anders zum Tragen: Misstrauen aus leidvoller Erfahrung führt Kurden in jener Republik dazu, ihre wirkliche Meinung nicht preiszugeben, da für sie jeder Befrager Teil des Unterdrückungsapparates ist. Es gibt natürlich auch Opportunisten unter ihnen, die halt sagen was der Befrager gern hören möchte (ihrer eigenen Einschätzung nach). So sieht's aus. Vorallem in einem Staat wo es keine Meinungsfreiheit gibt, sind Meinungsumfragen auch nicht das Mass aller Dinge. Zitat 6. Die Frage nach "einer Art Autonomie" ist so gestellt worden, dass keine andere Antwort als Ablehnung auch unter Kurden zu erwarten war, zumal ja Abdullah Öcalan mehrfach klar gesagt hatte, welche Art Autonomie für Kurden im Sinne von Frieden im Lande anstrebbar wäre. Wer da anders antworten würde, hätte sich ja als "Separatist" (aus Sicht der Mehrheitsideologie) preisgegeben. Ich denke mal , gegen eine Autonomie und mehr Freiheit haben die Kurden nichts einzuwenden. Abdullah Öcalan ist sich bewusst, dass Kurdistan sich schrittweise zur Selbstständigkeit entwickeln kann, alles andere würde zu Chaos führen. Wer Öcalans Ansichten länger verfolgt hat, weiss was er meint. Zitat Wer "Taraf" verübelt, dass dort Dokumente veröffentlicht werden, welche den kemalistischen Ultras schaden und der augenblicklichen Regierung nützen könnten, läuft Gefahr, zum (un)freiwilligen Verbündeten jener Ultras zu werden. Stimmt, doch ich möchte diesbzgl. auf etwas hinweisen. Du kannst uns sicherlich besser aufklären, über eine Zeit in Deutschland, wo jeder als Stalinist und Bolschewist verdächtigt wurde, der gegen Hitler war. Das unteranderem hat den Nazis auch genutzt, um an die Macht zu kommen und zu bleiben. Heute sieht man etwas ähnliches in der Türkei. Jeder der AKP/F.G. kritisiert wird in die kemalistische Schublade gesteckt. Man muss mit gesundem Menschenverstand zwischen den Kritikern unterscheiden können. Zum einen sind es Nationalkemalisten, die aus faschistisch motivierten Gründen die AKP/F.G. bekämpfen, zum anderen gibt es die Kurdenbewegung und zivilisierte Türken, die für Freiheit und Menschenrechte gegen die AKP/F.G. sind. Es gibt natürlich genug dumme Kurden, die gleich alle in einen Topf werfen und die Kritik von der demokratischen Seite als "Beihilfe zu Ergenekon" abstempeln. AKP, Erdoggy dog und Fetullah Gülen haben weder die Kompetenzen noch das Potenzial, um Frieden und Menschenrechte in der Türkei und Kurdistan zu schaffen, dafür ist deren Weltanschaung zu faschistisch. Die AKP kann höchstens aus einem kemalistischen Staat einen autoritären Staat basteln, wo jeder der kein Türke und Moslem ist, sich warm anziehen muss. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Amos am 30. Jan 2010, 15:09 Gefunden im Blog von "Caucasus Research Resource Centers":
Zitat (http://3.bp.blogspot.com/_MBlBrEbpglg/S2LsU1qPiaI/AAAAAAAACDI/BQL5voEQ1F8/s1600/NewsPolls.png) Werte Nachrichtenmedien, beachten Sie bei Berichten über Umfrageergebnisse bitte die folgenden Vorschläge: 1): Wenn sich 2 ermittelte Werte um weniger als den durchschnittlichen Irrtumsfaktor unterscheiden, ist das keine Meldung wert. Sprechblase: "Die Umfragewerte von Kandidat O stürzen ab" aber: achtet auf die Grafik im Hintergrund. 2): Wissenschaftliche Tatsachen werden nicht durch Meinungsumfragen bestimmt. Sprechblase: "Ja, Galileo, aber was sagen Sie zu den neuesten Umfragen, die zeigen, dass die Erde flach / eine Scheibe ist?" 3): Eine Umfrage unter Ihren Zuschauern/Homepage-Usern ist keine wissenschaftliche Datenermittlung. Sprechblase: "Und als Zeitfüller zeige ich nun, dass die Leute, die so denken wie ich, mir zustimmen." 4): Was wäre, wenn alle Umfragen die Werte für "Ist mir egal" enthielten? Sprechblase: "Die Wahlergebnisse sind da!": Kandidat A: 30 %, Kandidat B: 26 %, "Wer auch immer": 44 % Gezeichnet, - jemand, der einen Statistik-Grundkurs besucht hatte. Ich hatte einen solchen Kurs im Sommersemester 1970 an der Universität Hamburg belegt. Das hat mir in den letzten 4 Jahrzehnten sehr geholfen. Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 02. Feb 2010, 00:16 Der Soziologe Ismail Beşikci hat zur Meinungsumfrage von "A ve G" , die letzte Woche bei "Taraf" erschienen ist, einen interessanten Beitrag geschrieben. Ich werde versuchen in den kommenden Tagen, diesen Text zu übersetzen. Diejenigen die türkisch verstehen, können ihn hier lesen -> “Kürtler ‘Özerklik’ İstemiyor” (http://kurdistan-post.com/modules.php?name=Niviskar&op=viewarticle&artid=2145) Titel: Re: Darstellung der Kurden in türkischen Medien (Filme / Serien ...) Beitrag von: Ciwanro Kani am 09. Feb 2010, 23:33 Eigentlich wollte ich den erwähnten Text übersetzen. Aber jetzt sehe ich gerade, dass der Text von Salih Agir Qoserî ins Kurdische übersetzt wurde http://www.kurdistan-post.com/modules.php?name=Niviskar&op=viewarticle&artid=2155 . Ich denke fast alle Leser können entweder die eine oder andere die Sprache, daher ist eine Deutsche Übersetzung nicht nötig. |