Kurdistan, Kurdische News und Politik Portal! http://www.kurdmania.com Kurdistan Plattform für Politik und Kultur, "kurdisches portal" Politik Kultur Community kurdische Musik kurdische Sprache Kurdistan forum, Politik city? Portal Politik Kultur Kurdistan Kurdische Community Kurdistan Kurden ( Land der Kurden ) historische Siedlungsgebiet der Kurden Kurdistan Vorderasien... Kurdistan Informationsplattform Kurdistan Radio, Radyo Kurdenfrage, Kurdenkonflikt in der Türkei, Iran, Irak, Syrien, Kurdistan, Autonome Region Kurdistan Homepage Website Seite, Kurdisches Volk und seine Freiheit. Kurdistan Politik, Kurdistan Geschichte, Kurdistan Kultur, "Kurdische Gedichte", "Kurdische Geschichte"... Wo liegt Kurdistan? Was ist Kurdistan? Auf http://www.kurdmania.com könnt ihr alles herausfinden! Unabhängigkeit für das Baskenland: Madrid will kein Referendum Kirkuk - Historie und aktuelle Nachrichten
 Freitag, 03. Juli 2009, 03:01 : 24 User online
Passwort vergessen?

Kurdistan Portal - Kurdisches Portal für Politik und Kultur
Audiatur et altera pars!
Kurdistan Diskussionsforum 03. Jul 2009, 03:01 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
Wichtiger Hinweis::
Liebe User, wir bitten Sie, sich im Rahmen der von uns aufgestellten »Forenregeln« zu halten!

Viel Spaß und liebe Grüße
Euer Kurdmania-Team.
 
 
  Drucken  
Autor Thema: "In der Türkei gibt es Riesenfortschritte"  (Gelesen 8376 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
webmaster
kurdistan4ever!
Administrator
******
Offline Offline

Beiträge: 1666

Nutze kein MSN mehr!


WWW
« am: 10. Mai 2006, 14:31 »

 
Zitat
Der britische Historiker Norman Stone über wohlfeile Kritik aus Europa und die Integrationsdebatte in Deutschland

von Boris Kalnoky

Die Welt: Sie haben einmal gesagt, das Türkei-Bild der Europäer sei Ihnen ein Rätsel. Warum?

Norman Stone: Nun, es leben und arbeiten furchtbar viele Europäer hier, viele Deutsche auch, insgesamt vielleicht 250 000 Menschen aus Westeuropa. Ganz abgesehen von den Millionen Touristen. Ich habe viel Zeit im Ausland verbracht und selten ein Land gesehen, wo die Ausländer dem Gastland gegenüber soviel Respekt und Zuneigung entgegenbringen. Ich denke eigentlich: Es gibt genügend Leute, die erkennen können, daß die Türkei Riesenfortschritte macht. Und so überrascht es mich ein wenig, wenn da die Parade der Europäer auftaucht, die alles kritisieren. Die Skandinavier ärgern mich ganz besonders. Die Schweden zum Beispiel, ein Land, wo seit dem Wiener Kongreß nichts mehr passiert ist. Da kommen sie hier an und predigen Minderheitenrechte. Bitte schön, die Schweden haben doch bis in die siebziger Jahre hinein Lappen kastriert. Sie haben etwa 80 000 Lappen kastriert mit der Begründung, sie seien kleinwüchsig und tränken zu viel.

Welt: Ist denn Minderheitenschutz so schlecht?

Stone: Ich bin Schotte, und ich glaube, Kinder müssen von Minderheitensprachen befreit werden. Wenn wir 1707, als Schottland und England vereinigt wurden, Kopenhagener Kriterien zum Schutz der gälischen Sprache gehabt hätten, wäre ich ein nationaler Dichter geworden - sehr betrunken und mit zehn Leuten als Publikum. Wenn ich also höre, wie die Leute in einem Land wie diesem, dessen bloße Existenz ein Wunder ist, über Minderheitenrechte predigen, werde ich sehr böse. Die meisten sind sich nicht bewußt, daß die Türkei das einzige Land zwischen Athen und Singapur ist, wo es tatsächlich ein Flüchtlingsproblem gibt. Aus allen anderen Ländern der Region wollen Millionen raus, aber in die Türkei wollen sie hinein.

Welt: Die Wirtschaft hat den Anschluß an Europa also schon gefunden?

Stone: Es ist eine Art Wirtschaftswunder. Was mit Spanien in den siebziger und achtziger Jahren passiert ist, das scheint mir jetzt hier in der Türkei zu passieren. Kann man nicht das baskische Problem mit dem Kurdenproblem vergleichen? Die Hälfte der Basken sind doch Leute in Bilbao, die am EU-Wohlstand teilhaben. Und dann gibt es eine andere Gruppe von Basken, die sich - aus welchen Gründen auch immer - in terroristischen Aktivitäten ergehen. Ähnlich ist es hier mit den Kurden. Sie sind furchtbar gespalten.

Welt: Wie kommt es eigentlich zu extrem negativen Einschätzungen wie jene des türkischen Historikers Taner Akcam, der kürzlich warnte, die Türkei bewege sich in Richtung Faschismus?

Stone: Ich empfinde viel Sympathie für Akcam. Er hat während der Zeit der Militärherrschaft von 1980 sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Er war im Gefängnis und ging dann ins Exil, wie 2000 bis 3000 der bekannteren Intellektuellen. Solche Menschen mögen ein langes Gedächtnis haben. Aber vom gegenwärtigen Standpunkt aus zu sagen, das Land wird faschistisch, ist eine absurde Übertreibung. Zugegeben, in mancher Hinsicht ist man hier etwas starrsinnig, und die Öffentlichkeitsarbeit könnte besser sein. Orhan Pamuk vor Gericht zu stellen war sicher nicht besonders vernünftig.
weiter: http://www.welt.de/data/2006/05/09/884232.html
Gespeichert

alya
Hero Member
*****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 533



« Antworten #1 am: 10. Mai 2006, 14:44 »

 
Zitat
Es ist eine Art Wirtschaftswunder.


Spricht er wirklich von der Türkei???

 
Zitat
Aber vom gegenwärtigen Standpunkt aus zu sagen, das Land wird faschistisch, ist eine absurde Übertreibung.


...hier auch???

 
Zitat
Zugegeben, in mancher Hinsicht ist man hier etwas starrsinnig, und die Öffentlichkeitsarbeit könnte besser sein.


Das sollen also die einzigen Kritikpunkte an der Türkei sein?

Es ist wirklich unglaublich, was dieser Norman Stone in dem Interview sagt. Er spricht nicht einmal die Dominanz des Militärs in der Türkei an.
Ein Mensch der schreibt, dass Kinder von Minderheitensprachen befreit werden müssen, sollte meiner Meinung nach erst einmal das Wort "Minderheitensprache" definieren. Hier geht es immerhin um mehr als nur einige tausende oder zehntausende von Menschen
Gespeichert

!Allgemeine Regeln für alle Mitglieder von kurdmania.com!

Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.
Mirxas
Member
***
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 192


WWW
« Antworten #2 am: 10. Mai 2006, 14:51 »

Ich kann nur bestätigen, Türkei macht riesen Fortschritte und es ist kein faschistisches System.Es wird zu unrecht ein Faschismus im System sowohl auch bei der Bevölkerung gesucht,Wahrheit entspricht nicht dieser Vorwürfe.
http://www.rojstran.com/itu09052006.wmv
PS: der auf dem Boden ist ein Terrorist(Kurde).


[Editiert am 10/5/2006 von Mirxas]
Gespeichert
alya
Hero Member
*****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 533



« Antworten #3 am: 10. Mai 2006, 14:56 »

Ich habe mir nur den Anfang angeschaut, das hat mir schon gereicht....
schrecklich, diese Mistkerle... jedes Wort wäre noch zu harmlos
Gespeichert

!Allgemeine Regeln für alle Mitglieder von kurdmania.com!

Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.
webmaster
kurdistan4ever!
Administrator
******
Offline Offline

Beiträge: 1666

Nutze kein MSN mehr!


WWW
« Antworten #4 am: 10. Mai 2006, 15:00 »

 
Zitat
Ich habe viel Zeit im Ausland verbracht und selten ein Land gesehen, wo die Ausländer dem Gastland gegenüber soviel Respekt und Zuneigung entgegenbringen.
genau das muss wohl ein erfolg der türkischen republik sein Zwinkernd  

 
Zitat
Ich denke eigentlich: Es gibt genügend Leute, die erkennen können, daß die Türkei Riesenfortschritte macht.
ja, zu diese "eigentlich genügend leute" gehört wohl norman stone auch, der stolz darauf ist, dass seine "gälische" sprache untergegangen ist und jetzt von uns das gleiche erwartet... nein herr stone, genau dies können sie sich an die backen schmieren!

 
Zitat
Die Skandinavier ärgern mich ganz besonders. Die Schweden zum Beispiel, ein Land, wo seit dem Wiener Kongreß nichts mehr passiert ist. Da kommen sie hier an und predigen Minderheitenrechte. Bitte schön, die Schweden haben doch bis in die siebziger Jahre hinein Lappen kastriert.
nur weil der herr stone sich ein dreck um die menschenrechte kümmert, muss er sich blöderweise auch noch über andere ärgern, die das machen... der herr scheint wohl auch nicht zu merken, womit er argumentiert... wir sind nicht mehr in den siebzigern, sondern im 21. jahrhundert!

 
Zitat
Stone: Ich bin Schotte, und ich glaube, Kinder müssen von Minderheitensprachen befreit werden.
menschen sterben, um in der eigenen sprache unterrichtet zu werden, aber herr stone als ein schotte findet das gegenteil als "muss"... sorry herr stone, aber das ist das schwachsinnigste, was ich je gelesen habe!

 
Zitat
Stone: Die Antwort darauf ist, daß diese Frage nie ein ordentliches Gericht erreicht hat, wo die Beweise gesichtet und bewertet worden wären.
aha, nur weil dies noch vor keiner gericht war, müsste man also vergessen... er weißt aber auch nicht, dass das "nie" sich jeder zeit ändern kann...

 
Zitat
Stone: Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich glaube, die Armee selbst würde das nicht wollen. Sogar 1980 dauerte es sehr lange, bis sie eingriff, und das nur, als das Chaos zu furchtbar wurde, mit 20 Toten pro Tag durch politische Gewalt. Es kann übrigens sein, daß das Militär von Pinochet eine Lektion gelernt hat. Ich habe oft überlegt, ob sie die Ereignisse in Chile nicht sehr genau analysierten. Ich glaube nicht, daß wir uns auf eine Situation zubewegen, in der eine weitere Militärintervention droht.
axxsoo, natürlich waren die menschen selbstschuld und haben das arme militär geradezu dazu gezwungen, einzugreifen... er hat wohl nicht die vorstellungskraft, um zu sehen, das genau diese militärputsche die demokratisierungsprozesse in der türkei aufhielten und rückgängig machten... aber sonst wollten die verbrecher nur gutes, das weißt der herr stone...


und zu guter letzt: ich verstehe nicht, wie ein historiker solch einen unfug von sich geben kann! einfach erschreckend, dass er den minderheiten das recht auf die eigene sprache verbieten würde...
Gespeichert

Mirxas
Member
***
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 192


WWW
« Antworten #5 am: 10. Mai 2006, 15:07 »

Das traurige ist, das System sowas fördert.
Wenn Menschenmenge mit tausende Flaggen auf die Straße geschickt werden um Parolen gegen Pkk/Kurden zu rufen und das systematisch, muss man sich nicht wundern, wenn Kurdenhass in der Türkei von Tag zu Tag gesteigert wird. Die Agnst vor Spalltung der Türkei, treibt die Regierung zu Verzweiflung. Anstatt Hass und Abneigung zu unterbinden, werden altbekannte Methoden wie Nationalismus sowohl auch Agst vor einem Illusionsfeind provoziert. Menschen werden in Großstadt zu Siedlungen und Getholeben getrieben, weil ein Zusammenleben Kurden mit Türken unmöglich gemacht wird. Wird man in einem Sozialsystem gleich gelünscht, weil man anders denkt? Mein Mitleid, Idealen Mancher sind wichtiger als Etik und Moral.Normen Stone sollte sich mal von der Sache vergewissern, bevor er etwas behauptet.
Gespeichert
Kevok
Member
***
Offline Offline

Beiträge: 227



« Antworten #6 am: 10. Mai 2006, 15:11 »

Ich finde es immer wieder komisch, dass Interviews, die mit den Leuten geführt werden, welche sich in der Türkei aufhalten "protürkisch" klingen. Ist es vielleicht damit zu begründen, dass sie  Angst haben, ihre wahre Meinung vor Ort zu sagen? Oder sind sie von der türkischen "Gastfreundlichkeit" so hypnotisiert, dass sie die Realität aus den Augen verlieren?

 
Zitat
Welt: Woher kommt also das negative Türkeibild im Westen?

Stone: Der Kern des Problems ist vielleicht, was mit den Türken in Deutschland geschehen ist. Die Türken ragen in Deutschland ein wenig als Problemfall heraus. Sie sind lange in einer Welt verhaftet geblieben, wo man die Frau aus Anatolien nachholt und dann einen Cousin, und sie haben sich nicht so integriert, wie Griechen es vielleicht getan hätten. Jedenfalls dauert der ganze Prozeß länger als bei anderen. Merkwürdig ist: Es scheint ein deutsches Problem zu sein - bei den Türken in Frankreich oder England findet man es nicht.



Wer muss sich den integrieren? Der Gast oder Gastgeber? Dieser Historiker sieht in diesem Falle, Deutschland als die Schuldigen, also sollten sie sich den hier lebenden Türken anpassen und Ehrenmord als "etwas heiliges" betrachten?

Ich glaube nicht, dass es in England und Frankreich, weniger Probleme mit der Integration von Türken gibt. In England und Frankreich leben vielleicht weniger Türken, deswegen auch weniger Probleme
 :question:  
Gespeichert

Dona nobis pacem! - Gib uns Frieden!
Karwan
Gast
« Antworten #7 am: 10. Mai 2006, 15:11 »

Nur so kann er in der Türkei Punkten! Armseliger Schotte! :thumbdown:
Gespeichert
webmaster
kurdistan4ever!
Administrator
******
Offline Offline

Beiträge: 1666

Nutze kein MSN mehr!


WWW
« Antworten #8 am: 10. Mai 2006, 15:15 »

Zitat

http://www.rojstran.com/itu09052006.wmv
PS: der auf dem Boden ist ein Terrorist(Kurde)
wie feige muss man sein, "türkei"? und manche historiker wollen uns weis machen, es handele sich um eine verschwörungstheorie gegen die türkei... das ärgert mich so sehr, dass ich solche leute nicht mal die hand geben würde, um meine hand nicht schmutzig zu machen... sorry!
Gespeichert

webmaster
kurdistan4ever!
Administrator
******
Offline Offline

Beiträge: 1666

Nutze kein MSN mehr!


WWW
« Antworten #9 am: 10. Mai 2006, 15:21 »

 
Zitat
Ich finde es immer wieder komisch, dass Interviews, die mit den Leuten geführt werden, welche sich in der Türkei aufhalten "protürkisch" klingen. Ist es vielleicht damit zu begründen, dass sie Angst haben, ihre wahre Meinung vor Ort zu sagen?
wenn man sich das video anschaut, dann muss man wohl oder übel davon ausgehen, dass die sich fürchten... und wollen, dass andere ihnen nachmachen sollten...
Gespeichert

bkalnoky
Boris Kalnoky
Full Member
***
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 114


« Antworten #10 am: 10. Mai 2006, 19:56 »

Norman Stone liebt es, kontroverse Thesen zu vertreten. Man muß ihn aber erst mal faktisch entkräften, meistens geht das nicht.

Ich gebe ihm in den meisten Punkten recht, insbesondere (zumindest im Wesentlichen) zur Passage mit der armenischen Tragödie, obwohl auch ich einen Genozid gegeben sehe (aber keine Vergleichbarkeit mit dem Holocaust).

  Persönlich bin ich jedoch anderer Meinung zum Minderheitenschutz und, was hier auch viele störte, zu dem Punkt mit den Minderheitensprachen. Entstamme ja selbst einer Minderheit (aber er auch).

oky



Gespeichert
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.9 | SMF © 2006-2007, Simple Machines LLC