Sewq,
du hast einfach die Ausführungen der
ANF (Autor: Zana Amed) , die PKK-nahe ist und selbstverständlich der Abant-Konferenz kritisch bis feindlich begegnet, reflektiert!
Genau wie Zaa Amed benutzt du den Namen
Cengiz Candaroglu, womit kein anderer als
Cengiz Candar gemeint ist!, denn die von Zana Amed zitierte und von dir übersetzte Ausführung ist aus einem Candar-Artikel entonommen! Fazit: Cengiz Candaroglu = Cengiz Candar, dh. die Teilnahme Cengiz Candars, den du somit "
schätzst", "
macht die Sachlage interessanter" (Zitat Sewq), denn die unterschiedlichen Teilnehmer und diversen Ansichten geben der Konferenz tatsächlich eine gewisse Brisanz, die nicht gemeinhein mit allen kurdischen Forderungen harmonieren, aber die Möglichkeit der demokratischen Auseinandersetzung gewähren!
Wer aus der Überschrift der Konferenz die Kurdenproblematik sucht, der wird sie herauslesen! Ja, es ist allseits bekannt, dass die Abant-Konferenzen mitunter eine Initiative Gülens sind, aber sie bieten dennoch die Gelegenheit einer demokratischen Diskussion zwischen Türken und Kurden!
Am 13. September 2008 war die Konferenz in Amed geplant, unter anderem von örtlichen zivilen Personen und Einrichtungen gefordert und geplant! Natürlich kann man die gescheiterte Konferenz ganz allgemein auf "Proteste seitens Kurden" zurückführen, aber sie fand tatsächlich nicht statt, weil die Konferenz ganz offensichtlich durch eine PKK-nahe Initiative bedroht wurde, konkret durch die "
Diyarbakır Demokratik Halk İnisiyatifi" ("
Demokratische Volksinitiative Diyarbakir/Amed")! Die Initiative bezeichnete alle kurdischen Teilnehmer der Konferenz vorauseilend als "Verräter"!
Ismail Besikci hat in einem Artikel (22.09.2008) die Drohungen der "Volksinitiative" kritisiert:
"Abant Platformu Ve Diyarbakır Demokratik Halk İnisiyatifi" Darin kritisiert er auch die Veranstalter, da sie die Konferenz trotzdem hätten veranstalten können!
Die DTP kritisiert ununterbrochen die Dialog-Resistenz Erdogans, erblickt aber selbst hinter jeder Konferenz Provokationen und 'böswillige Assimilationsversuche'! Warum sollen Kurden, die auf der Abant-Konferenz auftreten, "keine Ehre besitzen", aber andere Kurden, die türkischen Faschisten die Hand geben und im Parlament der türkisch-faschistischen Regierung vertreten sind, die bessere Alternative sein? Muss am Ende diese Polemik herhalten, damit einige Kreise endlich auch auf die andere Seite schauen?
Mit dieser Ankündigung diente die "Demokratische Volksinitiative Amed" ganz sicher genau so wenig dem Frieden wie Erdogans Weigerung mit der DTP in Dialog zu treten! Wenn sich die Möglichkeit der demokratischen Wiedergabe der eigenen Ansicht bietet, dann sind die Urheber und Veranstalter einer Konferenz vorerst Nebensache, da auf der Abant-Konferenz keinem Teilnehmer eine konkrete Denkweise oktroyiert wird!
Diese Abant-Konferenz wird ganz sicherlich nicht eine "Entmachtung Südkurdistans" herbeiführen, wenn auch einige Kreise genau mit dieser Aussage die Unfähigkeit südkurdischer Politiker assoziieren und ihnen indirekt ein Vertretungsrecht der Südkurden absprechen!