Türkei und Iran koordinieren Einsätze gegen kurdische RebellenMilitäraktionen gegen Guerilla im Nordirak - Austausch von Geheimdienstinformationen zwischen Türkei und Iran.
Ankara - Die Türkei und der Iran stimmen ihre Militäreinsätze gegen kurdische Rebellen im Nordirak ab. "Zusammen mit dem Iran machen wir koordinierte Angriffe. Wenn nötig machen wir es wieder. Wir tauschen Geheimdiensterkenntnisse mit dem Iran aus", zitierten türkische Fernsehsender am Donnerstag den Oberkommandierenden der türkischen Landstreitkräfte, General Ilker Basbug. Zum Ausmaß der Zusammenarbeit mit dem Nachbarland hatte sich die türkische Armee bisher nicht geäußert.
Vor Journalisten in Istanbul sagte der General, in den vergangenen ein, zwei Monaten seien noch keine abgestimmten Angriffe von den türkischen und iranischen Grenzen aus auf Stellungen der militanten Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak erfolgt. Falls nötig, würde dies aber geschehen, sagte Basbug. Die iranische Armee hat Dörfer der Bergregion, in denen Rebellen der mit der PKK verbündeten PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan) vermutet werden, mit Granaten beschossen.
Regelmäßige Angriffe
Die türkische Luftwaffe fliegt regelmäßig Angriffe gegen mutmaßliche Stellungen der PKK im Nordirak. Im Februar hatte die türkische Armee während einer einwöchigen Bodenoffensive gegen PKK-Lager nach eigenen Angaben 240 Kämpfer getötet. Nach Berichten türkischer Medien waren zeitweise bis zu 10.000 Soldaten im Nordirak im Einsatz. Die Opposition im türkischen Parlament warf der Regierung vor, die Militäraktion wegen des Drucks aus Washington verfrüht beendet zu haben. Nach Schätzungen der türkischen Armee halten sich im Nordirak mehrere tausend PKK-Kämpfer auf. Von ihren Rückzugsbasen aus dringen die Rebellen in die Türkei ein und verüben Anschläge auf Wachposten und Patrouillen der Armee.
Iranische Truppen hatten zuletzt am Mittwoch kurdische Dörfer im Nordirak mit Artillerie beschossen. In einem grenznahen Gebiet, das zur Provinz Sulaimaniya gehört, unterhalten Rebellen der PJAK aus dem Iran Stützpunkte. Die kurdische Autonomieregierung im Nordirak hatte den Iran aufgefordert, seine Angriffe im Grenzgebiet einzustellen. (APA/dpa/AFP)
http://derstandard.at/?url=/?id=3363472tja so siehts aus, die türken bekommen alleine nichts auf die reihe!!!