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Kurdistan Diskussionsforum 07. Jan 2009, 00:51 *
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Autor Thema: Talabani im Interview mit CNN Turk  (Gelesen 228 mal)
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SiWan
KM-Redaktion
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« am: 23. Dez 2008, 11:46 »



In einem Interview mit CNN Türk behauptet der irakische Staatspräsident Celal Talabani, dass die PKK kurz davor stünde die Waffen niederzulegen. Außerdem äußerte sich Talabani erfreut über die Zusammenarbeit zwischen dem Irak und der Türkei. Beide Seiten hätten verstanden, dass eine wirtschaftliche Kooperation sowohl für die Türkei als auch für den Irak viele Vorteile bringe. Diese Zusammenarbeit wolle Talabani weiter stärken. Talabani ist auch der Meinung, dass die Probleme zwischen den irakischen Kurden und der Türkei der Vergangenheit angehören.

Für Talabani ist die einzige Lösung im Kampf gegen die PKK der Dialog. "Die Kurden planen nicht ihre Waffen in den Anschlag zu nehmen und in den Bergen gegen die PKK zu kämpfen. Die Alternative für die Lösung dieses Problems liegt im Dialog. Wir sind der Auffassung, dass die bewaffnete Ära der Vergangenheit angehört. Nun ist die Zeit reif für einen Dialog und für Diplomatie. Die türkischen Kurden müssen dies ebenfalls verstehen. Das Problem lässt sich nicht unter Anleitung der PKK lösen sondern unter Anleitung der DTP. Das Ziel von Barzani, von mir und den anderen Politikern ist die Leute auf den Bergen dazu zu bringen die Waffen niederzulegen und zum Dialog und Waffenstillstand zu überreden", so Barzani.

Talabani zufolge würde die PKK sofort die Waffen niederlegen, falls die Türkei die Lebensbedingungen der Kurden verbessere und ihre Sprache und Kultur respektiere. "Wenn wir von der PKK verlangt die Waffen niederzulegen und von den Bergen runterzukommen, dann meinen wir natürlich nicht, dass sie direkt in die Gefängnisse wandern sollen, sondern nach Hause zurückkehren sollen. Eine sichere Rückkehr der PKKler nach Hause muss also gesichert werden", so Talabani weiter.

Auch zum Truppenabzug der amerikanischen Truppen nahm Talabani Stellung. Der Irak sei dann ein souveräner Staat, der seine Lufthohheit selber regle. Man müsse dann über die anhaltenden türkischen Militäroperationen und Luftangriffe diskutieren.

Auf den geplanten Staatsbesuch von Abdullah Gül freue Talabani sich besonders und sehe dies als Gelegenheit, die Beziehungen weiter zu verbessern.


Original erschienen am 22.12.2008 bei CNN Turk, Übersetzung aus dem Türkischen
« Letzte Änderung: 23. Dez 2008, 11:48 von SiWan » Gespeichert
Zazakurd
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« Antworten #1 am: 23. Dez 2008, 22:44 »

Wenn ich Talabanî jedes mal reden höre, dann kommt nichts davon rüber ob er Kurde wäre, er redet wirklich wie ein Diplomat der den Kurden nur gutes will und deswegen sich bereit erklärt ihnen Ehrenamtlich seine Dienste zu verfügung zu stellen, die iraker können stolz auf so einen humanistischen präsidenten sein.......Zwinkernd
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Miro
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« Antworten #2 am: 24. Dez 2008, 01:20 »

Ich habe das interview ebenfalls auf CNN- Turk mitverfolgt und der Iraqi tat wieder das, was er am besten kann; er schwafelte von jedem dem sein Name erwähnt wurde, als sein "Bruder" das war der türkische Recep, der armenisch- türkische Staatspräsident Abdullah (behaupten neuerdings einige kemalisten der CHP) Lächelnd dann der niedliche Mullah Ahmedinejad und nicht zu vergessen auch Ahmet Türk, der vorsitzende der DTP. Alles seine Brüder mit denen er die besten Beziehungen pflegt.

Gott verschone das kurdische Volk........

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Miro
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« Antworten #3 am: 30. Dez 2008, 14:37 »

Zitat
Irak

Kurden gegen Kurden
VON EDGAR AUTH


Den Kurden im Nordirak droht ein Bruderkrieg. Wie die FR aus dem Kurdischen Nationalkongress (KNK) erfuhr, fürchtet die Türkisch-Kurdische Arbeiterpartei PKK, dass sie von den nordirakischen Kurdenparteien PUK und KDP zusammen mit der türkischen Armee angegriffen wird. Es habe mehrere Treffen hinter verschlossenen Türen gegeben, bei denen ein solches Vorgehen abgestimmt worden sein könnte, sagte eine Sprecherin des KNK der FR.

Die PKK kontrolliert einen Teil der Kandil-Berge im Nordirak, während die PUK und die KDP gemeinsam die Regierung der nordirakisch-kurdischen Autonomiezone stellen. Darüber hinaus existierten Absprachen mit den USA über ein solches Vorgehen, so die KNK-Sprecherin. Washington setze nun verstärkt auf die Türkei als Ordnungsmacht im Mittleren Osten.


Der Kurdische Nationalkongress war ursprünglich als übergreifendes Gremium aller Kurdenparteien gegründet worden. Mittlerweile setzt er sich jedoch überwiegend aus Kurden zusammen, die der PKK nahestehen.

Die Türkei griff auch im Dezember die vermuteten PKK-Basen im Nordirak aus der Luft an. Den PKK-Rebellen seien dabei schwere Verluste zugefügt worden, sagte der türkische General Metin Gurak. Außerdem verließen PKK-Kämpfer die Organisation in Scharen. Das sehen Beobachter allerdings anders. Die PKK stelle sich wegen der zu erwartenden Angriffe neu auf. Viele ihrer Kämpfer verließen zwar die Berge, ohne jedoch die militärische Organisation zu verlassen.

Auch der Iran bombardiert das Gebiet, weil von dort aus eine PKK-Bruderorganisation Pjak Kommandoaktionen im Iran unternimmt. Die Türkei und der Iran hatten ihr Vorgehen ebenfalls untereinander abgestimmt.

Der irakische Premierminister Nuri al Maliki erklärte vergangene Woche in Ankara: "Wir sollten terroristischen Organisationen, besonders der PKK, nicht erlauben, unsere Beziehungen zu belasten." Beide Seiten seien gewillt, ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Der türkische Regierungschef Reccep Tayyip Erdogan sagte nach dem Treffen mit ihm, dass der Irak sich bei einer Entwaffnung der PKK nicht einmischen werde.

Der irakische Staatspräsident Jalal Talabani, selbst ein Kurde, äußerte sich ähnlich: "Wir, die irakischen Kurden werden es Bewaffneten aus welchen kurdischen Gruppen auch immer nicht erlauben, unser Gebiet zu nutzen, um die Beziehungen zur Türkei oder zum Iran zu stören", sagte er. Allerdings machte er sich für eine politische Lösung stark. Die PKK denkt derzeit aber nicht daran, ihre Waffen niederzulegen.


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