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Kurdistan Diskussionsforum 07. Okt 2008, 08:38 *
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Autor Thema: Aysel Tugluk und nicht durchdachte Aussagen kurdischer Persönlichkeiten  (Gelesen 2463 mal)
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Ciwanro Kani
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« Antworten #44 am: 05. Feb 2008, 00:33 »




Hättest du einen Funken Würde, dann würdest du nicht meine Sätze entstellen. Hier ist das was ich eigentlich geschrieben habe

Zitat
Es ist typisch für die Türken, dass sie Genozide verwirklichen und es später leugnen oder sich selber als Opfer darstellen. Ein gutes Beispiel dafür ist Zypern, der Genozid an den Armenier und die heutige Jitem.
Entweder Leugnen oder sich als Opfer darstellen, mehr kann diese abartige Mentalität nicht.

Und hier der entstellte Zitat,

Zitat
ZitatEs ist typisch für die Türken...mehr kann diese abartige Mentalität nicht.

Das nenne ich Selbstdisqualifizierung.
Schade, dass ihr den menschlichen Werten so fern seid.




Hiermit ist dieser Topic geschlossen, bis die Admins sich darum kümmern können.





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« Antworten #45 am: 05. Feb 2008, 01:26 »



Bzgl. Verleumdnung und Hetze.

Jeder Kurde der dem tr Faschismus zum Opfer gefallen ist, ist ein Beweis für die unmenschliche Politik der Türkei.
Ich komme von einer Familie, wo in jeder Generation einer von uns von den Türken ermordet wurde.
Unsere Familie sind die lebenden Beweise für die Ermordungen, Vertreibung und Jahrzehnte langes Leben in Angst.
Genauso sind die Bewohner meines Dorfes ein Beweis, die 1980 gefoltert wurden, weil sie damals unbewaffnete Apocis unterstützt haben. Der Cousin von mir der 1980 ins Gefängnis von Diyarbekir eingeliefert wurde, kann erzählen wie Mazlum, Kemal und die all die anderen, durch Folter in den Tod getrieben wurden.
Ich kann genügend andere persönliche Beispiele geben, die Beweisen, was die Türkei für einen Verbrecherstaat ist.

Und solche Kurden wie mich und meine Familie gibt es in Kurdistan haufenweise. In jeder Strasse findest man eine andere Geschichte, die ein Beleg für die Verbrechen sind.
Aber was bringen uns schon Beweise und Belege, wenn wir es mit einer Mentalität zutun haben, die alles für Gerecht einstuft, das dem Türkemtum dient.

Es ist nicht zu Leugnen, dass ich dadurch einen gestörten Geist in mir trage, so wie Hundertausende andere Kurden, denn wir sind die Ergebnisse des türkischen Terrors. Aber was ist mit euch Faschisten, wie lange werdet ihr in Sicherheit leben, so lange es gestörte Kurden gibt, die darauf warten sich zu rächen?



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« Antworten #46 am: 19. Apr 2008, 12:56 »

Aysel Tugluk vs. kurdischer Staat

In der Bugün-Zeitung klärte Frau Tugluk auf:
Die DTP-Abgeordnete Aysel Tugluk sagte über die Gründung eines kurdischen Staates:
"Ein kurdischer Staat wäre weder für Kurden noch für Türken von Vorteil. Es gibt keinen Grund für einen neuen Staat im Nahen Osten."

Weitere Aussagen dieser Dame:
"Wir müssen gemeinsame Wege bestreiten, um Gefahren auszuweichen. Wir glauben an die Basis und Politik des Parlaments. Eine föderalistische Lösung halten wir nicht für sinnvoll. In einen unabhängigen kurdischen Staat sehen wir keinen Nutzen, denn für einen neuen Staat im Nahen Osten gibt es weder Sinn noch Grund."

Weiterhin warnte Aysel Tugluk vor Radikalisierung der Kurden, wenn die Demokratie nicht ausgebaut werden würde.
Mit ihren Aussagen spielte die Dame auch auf die Entwicklung in Südkurdistan an!

Diese Dame spricht dabei stets in "wir-Form" und Proteste bezüglich ihrer Aussagen kommen von der DTP selten. Es ist Aysel Tugluk, die einst sprach , dass sie die Beerdigungen der gefallenen türkischen Soldaten aufsuchen würden, als Türkeiangehörige leben wollten und Verständnis für die sensiblen Gefühle der Türkei hätten.

Die Dame mit einer Vorliebe für den Kemalismus sollte nicht vergessen, dass Südkurdistan Hunderttausende Märtyrer zu beklagen hat und die Nordkurden nicht weniger: Kurden können nicht mit Türken zusammenleben, während Grenzen sie von ihren Schwestern und Bründern teilen!
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Lilith
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« Antworten #47 am: 20. Apr 2008, 00:44 »


Kirtik hin und her...
Wir sitzen hier gemütlich vorm PC in einem beheizten (gut, in dieser Jahreszeit wohl kaum) Zimmer und können kritisieren.
Ich frage mich, wieviele von uns es wagen würden in der Türkei PolitikerIn zu sein, oder was aus uns allen geworden wäre, wären wir in der Türkei aufgewachsen und würden wir heute noch dort leben...

Also sieht das ganze nicht so eng würd ich mal sagen..
und auch, wenn kurdische PolitikerInnen mal dummes Zeug reden/schreiben... wir sollten dennoch strikt hinter ihnen stehen (hinter der DTP) und irgendwie bedenken, dass diese Personen auch Familie, Kinder haben, die sie zur Schule, zur Nachhilfe, oder ins Kino schicken müssen.


Herzlichen Gruß,
Burcu
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« Antworten #48 am: 20. Apr 2008, 03:41 »

@Lilith

vor zwanzig Jahren, als die Zeiten weitaus schwieriger waren, kritisierte Musa Anter täglich in seiner offenen und derben Art! Wer sich hinter Aysel Tugluk stellt, muss auch mit dem Kemalismus symphatisieren können!
Was nutzt Politik für Kurden, wenn wir nach Lilithscher Manier wider kurdischen Interessen agieren? Ihre Verhaltensweise ist ein symbolischer Angriff auf die Person Leyla Zanas: Kurden werden nicht "strikt hinter ihr stehen", während sie über die Köpfe der kurdischen Bevölkerung ihre eigene Politik betreibt.

Aysel Tugluk begeht einen großen Fehler: Sie ist von türkischer Seite äußerst unbeliebt und entfernt sich nun auch vom kurdischen Volk; in ihrem Beitrag auf Radikal2 forderte sie unter der Überschrift "Die Rückkehr (Geri dönüş)" folgendes: Aysel Tugluk warnt hier vor einer neuen Verschwörung, ihrerseits mit "Rückkehr der Religion" benannt. Nichtsdestotrotz plädiert sie für eine Zusammenarbeit von Kemalisten, Linken, Oppositionellen und Intellektuellen gemeinsam mit Kurden, um eine gemeinsmame Front gegen das unbekannte Objekt "säkularer Islam" zu bilden, welches ihrer Meinung nach ein Werk der "Imperialisten" sei.

Schon in Radikal bewegte sie sich in ihrer eigenen Traumwelt unter der Überschrift "Das Trauma von Sevre und die kurdische Empathie (Sevr travması ve Kürtlerin empatisi)" :
Der nationale Pakt ( Misak-i Milli ) soll eingehalten werden! Nordirak (Südkurdistan) ist ein Teil dieses Paktes! Kurden sollten die Türkei nicht als Kolonialist auffassen bzw. Türken sollten Kurden nicht als Separatisten betrachten!
Die Dame sieht einen Missbrauch des Kurdenkonflikts durch "Imperialisten" und schreibt:
"Aus unserer Sicht müssen wir nun fragen, wie sich die Kurden wohl verhalten werden. Denn wir glauben, dass die Ängste und Zweifel der Türken berechtigt sind und einem Kompromiss genügen könnten. Wir können leicht feststellen, dass die Türkei sich vor einer neuen Sevre-Gefahr sieht und genau diese Gefahr provoziert einen Konflikt zwischen Türken und Kurden."
Weiterhin wütet sie in ihrem Beitrag gegen die "imperialistishe Besatzungsmacht" und deren Kurdenpolitik im Irak, wobei sie damit eine Aktualisierung des Traumas von Sevre erblickt.
Aysel Tugluk schreibt, dass der Verbündete der Kurden (in Südkurdistan) die Türkei sei und Südkurdistan ein Teil des nationalen Paktes darstelle; die Türkei solle also die Kurden nicht als Objekt und Ursache ihres Traumas betrachten.
Der nationale Pakt, dem ihrer Meinung nach im Grunde auch Nachbarländer angehören, ist ihrgemäß keine Besatzungsbegriff, sondern eine "herzliche Umarmung".
Über Atatürk schrieb sie schließlich:
"Als rettendes Motiv und historischer Traum hat sich Mustafa Kemal mit seinen historischen Handlungen bewährt. Er ist ein Wunder und darüberhinaus unsterblich; er war die Basis für eine Einheit."

PS: Aysel Tugluk ist keine "kurdische Politikerin", da sie türkischer Herkunft ist!
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