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Kurdistan Diskussionsforum 07. Sep 2010, 08:11 *
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Autor Thema: Orhan Pamuk  (Gelesen 1394 mal)
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berfin
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« Antworten #11 am: 31. Jan 2007, 08:59 »

Am Freitag, d. 2.2.2007 sollte Orhan Pamuk die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin verliehen werden. Er wird jedoch nicht zum Festakt nach Deutschland kommen, da er Morddrohungen erhalten hat.

 Nach Morddrohung: Nobelpreisträger Pamuk sagt Deutschlandreise ab

Dem Literatur-Nobelpreisträger sollte in Berlin die Ehrendoktorwürde verliehen werden, außerdem wollte er auch nach Köln, Hamburg, Stuttgart und München kommen. Doch wegen massiver Drohungen wird er nicht kommen. Seine Situation ähnelt der des jüngst ermordeten türkischen Journalisten Hrant Dink.

Sorgt sich um seine Sicherheit: Orhan Pamuk
Foto: dpaBerlin - Unter dem Eindruck massiver Drohungen hat der türkische Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk eine Reise nach Deutschland nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeigers" abgesagt. Pamuks deutscher Verlag habe die Absage von Pamuks Auftritten in Berlin, Köln, Hamburg, Stuttgart und München bestätigt, berichtet die Zeitung. Pamuk sehe sich offenbar nach dem Mord an dem türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink konkret gefährdet. Dabei gilt für ihn nach Expertenansicht nicht das Ziel Deutschland als Risiko, sondern Reisen überhaupt. Am Freitag sollte der 54 Jahre alte Pamuk in Berlin die Ehrendoktorwürde der Freien Universität erhalten.

Der mutmaßliche Drahtzieher des Mordes an Dink hatte am vergangenen Mittwoch vor einem türkischen Gericht gedroht: "Orhan Pamuk, seien Sie klug." Wie der auf offener Straße erschossene Dink wird auch Pamuk von türkischen Nationalisten angefeindet.

http://www.welt.de/data/2007/01/30/1195588.html
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« Antworten #12 am: 24. Apr 2008, 22:00 »

"Rechte müssen respektiert werden"

Der Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk sieht die Ursache aller Probleme in der Türkei
im nicht gelösten Kurdenproblem.




Auf einer Presseversammlung in Bukarest (Rumänien) beantwortete Orhan Pamuk unter anderem auch die Fragen
von Journalisten und erwähnte sein Interesse für politische Themen, fügte aber hinzu, dass er in erster Linie Autor sei.

Auf eine Frage bezüglich der Kurdenproblematik sagte Orhan Pamuk:

"In der Türkei existiert ein wirklich ernsthaftes Kurdenproblem. Autoren, wie ich einer bin, erblicken darin auch einen Konflikt um die Meinungsfreiheit. Wir müssen nicht nur hinsichtlich der Rechte der Kurden, sondern bezüglich aller Probleme die Meinungsfreiheit gewähren, wenn in der Türkei ein friedliches und gemütliches Zusammenleben möglich sein soll. Diese liegt jedoch nicht vor. Eine kleine Gruppe von Menschen bemühen sich für die Meinungsfreiheit, die Rechte von Minderheiten und eine Demokratie, von der man ohne Hindernisse durch die Armee und andere Institutionen Gebrauch machen kann. Auch das Problem um die Kurden ist ein Teil des Problems um die Meinungsfreiheit. [...]
Die Lösung des Kurdenproblems liegt in der wirklichen Demokratie und darin, alle ihre Rechte zu respektieren und umzusetzen, denn es ist nicht nur ein Problem der Kurden: Die Ursache aller Probleme in der Türkei findet man hier."


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