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Baha
Zwangspause
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« Antworten #66 am: 15. Feb 2008, 23:13 » |
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baha,
ehe du diesen strang voll spamst und uns das türkische demokratie und gleichberechtigungs gesülze weiter verzapfst, würde ich dich bitten entweder einen eigenen strang dafür zu eröffnen oder uns zu schonen. denn viele von uns kennen das türkische rechtsstaats handeln aus eigenen körper und seelen und wissen sehr genau, was das für ein schurken staat ist, nichts weiter als ein verbrecher und mörder system habt ihr auf die beine bekommen und das ist nichts, worauf man stolz sein kann!
Die Türkei ist eine Republik die auf demokratischen Werten beruht. Eine kurdische Partei, die DTP, ist im türkischen Parlament und kann sich ganz normal politisch artikulieren. Angesicht dessen fällt einem wirklich schwer Dir zu glauben der türkische Staat wäre ein Schurkenstaat. Auf diesen Staat haben die kurdischen Abgeordneten, ich nehme an die unterstützst Du, einen Eid abgeleistet. Aber ich gib Dir recht, das ganze gehört nicht hierher und ich werde auch keinen weiteren Beitrag mehr hier abgeben. Ok.
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Baha
Zwangspause
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« Antworten #67 am: 15. Feb 2008, 23:34 » |
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@miran
Wir sollten aber miro und allen anderen den gefallen tun, nicht mehr am Thema vorbei zu diskutieren. Falls du noch Bedarf haben solltest, sollte dafür ein eigenes Topic eröffnet werden.
miran, ich kann mich hier leider nicht mehr so frei äussern. ich lehn mich erstmal zurück. Ok.
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SiWan
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« Antworten #68 am: 15. Feb 2008, 23:36 » |
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Die Türkei ist eine Republik die auf demokratischen Werten beruht. Eine kurdische Partei, die DTP, ist im türkischen Parlament und kann sich ganz normal politisch artikulieren. Angesicht dessen fällt einem wirklich schwer Dir zu glauben der türkische Staat wäre ein Schurkenstaat. Auf diesen Staat haben die kurdischen Abgeordneten, ich nehme an die unterstützst Du, einen Eid abgeleistet.
Aber ich gib Dir recht, das ganze gehört nicht hierher und ich werde auch keinen weiteren Beitrag mehr hier abgeben. Ok.
Es ist unglaublich, mit welcher Naivität du hier argumentierst. Jahrelang waren kurdische Parteien verboten und wer entschuldigt sich heute dafür? Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass Kurden in der Türkei Politik betreiben dürfen, ohne dass wir uns dafür bedanken sollen müssten. Diese kurdischen Abgeordneten werden aber dafür vor Gericht gezerrt, weil sie politische Kundgebungen in kurdischer Sprache verbreiten. In einem Land, dass du demokratisch und rechtsstaatlich bezeichnest, sollte es solche Umstände nicht geben. Ferner würde ich dich bitten, nicht nur einzelne Aussagen zu zitieren, sondern den Gesamtkontext zu beachten. Erzähl und doch mal etwas von der Gleichberechtigung von Türken und Kurden. Wir haben bereits so viele Beweise zur Ungleichberechtigung von Kurden und Türken abgeliefert, da wäre es doch nicht zu viel verlangt, einige Argumente und Beweise von dir zu erwarten. Wofür wurde die Türkei im letzten Jahr einige Male vom Europäischen Gerichtshof verurteilt? Für ihre rechtsstaatlichkeut und Demokratie? Wo ist die Gleichberechtigung, von der du die ganze Zeit sprichst? Wo sind unabhängige kurdische Medien, wo kurdische Schulen, wo kurdische Universitäten, wo auch nur eine einzige kurdische Bibliothek? Wo ist also die Gleichberechtigung?
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SiWan
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« Antworten #69 am: 16. Feb 2008, 13:12 » |
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»Sie vertiefen die Kluft«Von Canan TopçuSehr geehrter Herr Erdoğan, ich stelle mir vor, wie sehr Sie sich darüber freuen, dass am vergangenen Sonntag so viele Menschen in die Kölnarena gekommen sind. Es muss ein tolles Gefühl sein, vor solch einer großen Fangemeinde zu sprechen. Ihre »Landsleute«, wie Sie die rund 18.000 Zuhörer am Sonntag begrüßt haben, kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland, um Sie zu erleben. Ihre einstündige Rede hat Alte und Junge, Väter und Mütter, Töchter und Söhne geradezu euphorisiert; mit strahlenden Gesichtern verließen die Leute den Veranstaltungsort. Ich nicht. Ich habe mich über Sie geärgert. »Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit«, haben Sie unter dem Jubel Ihrer Fangemeinde erklärt. Wäre dieser Satz als Kritik am Umgang der Türkei mit ihrer kurdischen Minderheit zu verstehen, die in der Tat lange einer brutalen Assimilierungspolitik ausgesetzt war, hätte er mich sehr gefreut. Doch offenbar war er als Beitrag zur deutschen Debatte um die Integration der hiesigen türkischstämmigen Minderheit zu verstehen. Und das bringt mich in die Verlegenheit, die deutsche Politik und deutsche Politiker verteidigen zu müssen – wiewohl ich mit so manchem gar nicht einverstanden bin. Offenbar sind Sie über die Integrationspolitik in diesem Land nicht ausreichend informiert. Von Einwanderern – auch nicht von türkischen – wird keineswegs verlangt, dass sie sich assimilieren. Verlangt wird aber zu Recht, dass Zuwanderer und deren Nachkommen die deutsche Sprache beherrschen. (Darauf hätte im Übrigen schon viel, viel früher Wert gelegt werden müssen, dann hätten wir hier weniger Probleme im Zusammenleben.) Verlangt wird auch, dass Eltern ihre Töchter nicht gegen deren Willen verheiraten und Söhne ihre Schwestern in Ruhe lassen, wenn diese ein anderes Leben führen wollen, als es die Familientradition vorschreibt. Kurzum, es geht um gemeinsame Normen und um Integration. Wer das Wort Assimilation benutzt, schürt bei Zuwanderern ganz bewusst Ängste. Nun gibt es aber unter Ihren hiesigen Anhängern etliche, die sich mit Deutschland schwertun. Sie kamen als Fremde und sind es geblieben. Und wenn Sie die Türkei als deren Vatan, als ihre »Heimat« ins Spiel bringen, dann tragen auch Sie dazu bei, dass diese Menschen hier keine Wurzeln schlagen, um eine bei uns in Deutschland gängige Metapher für das Heimischwerden zu verwenden. Ich wünsche mir, dass diese Einwanderer nicht länger mit halbem Herzen in der Türkei bleiben – gerade weil ich mitbekommen habe, wie sehr meine Eltern darunter gelitten haben. Ich wünsche mir, dass sie sich hier nicht nur in der Opferrolle sehen, sondern als Teil dieser Gesellschaft wahrnehmen. All das bedeutet keineswegs, dass sie ihre Identität und Herkunftskultur aufgeben müssen. Mir hat auch nicht gefallen, dass Sie die in der Arena versammelten Menschen wie selbstverständlich als Ihre Landsleute begrüßten. Was bezwecken Sie damit, Menschen so anzureden, die seit vielen Jahrzehnten in Deutschland leben, ja die oft hier geboren sind und hier selbst Kinder auf die Welt gebracht haben? »Liebe Freunde« hätte als Anrede gereicht. Und was sollte das Aufgebot an türkischen Ministern, von denen einer uns zurief: »Vergesst nicht: Wo auch immer der Türke geboren wird, er ist und bleibt doch ein Türke!«? Mir ist schon klar, welche Botschaft Sie damit senden wollten: »Wir kümmern uns um euch, wir sorgen uns um die Türken in Deutschland, und wir wollen dafür sorgen, dass es euch gut geht.« Natürlich war Ihr Auftritt in Köln Balsam auf die Seele all jener, die sich von deutschen Politikern nicht vertreten fühlen. Aber wissen Sie eigentlich, was Sie bewirken, wenn Sie diese Leerstelle zu füllen versuchen? Sie, Herr Erdoğan, vertiefen mit Ihrer Politshow die Kluft zwischen dem Land und jenem Teil der Einwanderer, die sich hier ohnehin schon abkapseln. Wenn Sie sich wirklich so um das Wohl Ihrer »Landsleute« sorgen, dann sollten Sie künftig solche Art von Tuchfühlung unterlassen. Sie sabotieren die Arbeit all jener, die sich um die Integration bemühen. Es beunruhigt und bekümmert mich, wenn hier geborene Jugendliche, deren Eltern auch schon hier aufgewachsen sind, von Ihnen als »unserem Ministerpräsidenten« sprechen, wenn diese Menschen eine so starke Bindung an das Land ihrer Großeltern haben, dass es ihnen schwerfällt, die schönen und guten Seiten ihres Lebens in Deutschland wahrzunehmen. Es gibt in diesem Land auch Zuwanderer, die anders denken. Menschen, die wie ich als Gastarbeiterkinder nach Deutschland kamen oder hier als Kinder von Gastarbeitern geboren wurden, die sich eingelebt haben und nicht mehr darüber nachdenken, wo ihre Heimat ist – ohne dass sie deshalb zu angepassten und identitätslosen Wesen geworden wären. Uns stört es, wenn Politiker aus der Türkei hier für türkischen Patriotismus werben. Wir brauchen hier keine Politiker aus der Türkei, die sich als Schutzpatrone aufführen. Wir brauchen auch keine türkischen Schulen und Universitäten, wie Sie es fordern, schon gar nicht Lehrer und Pädagogen aus der Türkei. Setzen Sie lieber diese Fachkräfte im türkischen Hinterland ein, damit dort die Jungen und – vor allem – die Mädchen endlich eine gute Schulbildung bekommen. Wir brauchen kein Wahlrecht für Auslandstürken in der Türkei, wir brauchen ein Kommunalwahlrecht für Zuwanderer in Deutschland, damit sie für hiesige Politiker interessant werden. Wir brauchen keine Einheizer, sondern eine Politik, die das gesellschaftliche Klima erwärmt. Originalquelle: Die Zeit, 14.2.2008Canan Topçu, 42, ist Redakteurin der Frankfurter Rundschau. Als 8-Jährige übersiedelte sie aus der Türkei nach Deutschland
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X e m x w a r
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« Antworten #70 am: 16. Feb 2008, 23:26 » |
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Hasan Cemal übersetzt aus dem TürkischenLieber Premierminister, sind die Kurden assimiliert oder integriert?Premierminister Erdogan forderte in Deutschland türkische Gymnasien und Universitäten. "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte er und erzürnte die Deutschen.Als Erdogan "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" sagte... ...wurden die Deutschen wütend. Kann passieren. Auch ich fragte nach meiner Identität. Bin ich etwa ein assimilierter Türke? Oder ein integrierter Türke? Mein Großvater (mütterlicherseits) ist ein tscherkessischer Kabardiner, meine Großmutter mütterlicherseits eine Georgierin. Mein Großvater ist von der Lesbos-Insel und meine Großmutter väterlicherseits ist aus Serres in Griechenland (Zentralmakedonien). Jedoch habe ich weder Beziehungen mit dem Tscherkessentum, den Georgiern oder noch mit Makedonien. Bin ich nun assimiliert oder integriert? Ich glaube, dass ich assimiliert worden bin. Denn ich weiss nichts über meine Vorfahren; weder von ihren Sitten noch von ihrer Sprache weiss ich etwas. In der Schule wurden mir nicht dergleichen gelehrt... Ahmet Türk [kurdischer Abgeordneter der pro-kurdischen Partei DTP) kam mir in Erinnerung. Sein Nachname ist türkisch, er jedoch Kurde. Und welch ein Kurde sogar! Ist er nun assimiliert oder integriert? Machst du Witze?... Schaut doch, denn nicht einmal einen kurdischen Nachnamen konnte er sich zulegen... Unser Staat handelte bezüglich der Kurden sehr entschlossen. So wie er den kurdischen Neugeborenen keinen kurdischen Namen erlaubte, wandelte er sogar kurdische Namen von Ortschaften, Bäumen und sogar Steinen in türkische Namen um... Seit 1920 wurde in der Öffentlichkeit die kurdische Sprache verboten...(die Militärregierung des 12. Septembers erneuerte dieses Verbot 1983 im letzten Augenblick). Es hieß sogar jahrelang in unserem Staat, dass es keine Kurden gäbe, sondern Türken... Er ignorierte ihre Sprache, ihre Kultur und kurz gesagt: ihre Identität wurde geleugnet... Unser Staat sperrte jenen hinter Gittern ein, der die Existenz von Kurden bestätigte oder auch nur von Kurdistan sprach und schrieb... (Darüberhinaus wurden jene sogar in den 1990ern nach dem Anti-Terrorgesetz wie Terroristen behandelt und eingesperrt). In diesem Land wurde kurz gesagt...: ...verboten, auf Kurdisch zu lehren. ...Radio auf kurdisch verboten. ...Fernsehen auf kurdisch verboten. ...kurdische Sendungen verboten. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass diese Verbote noch heute mehr oder weniger andauern. Wenn auch viele Verbote durch Gesetze behoben worden scheinen, so sieht es in der Praxis dennoch anders aus. Wenn wir nun Ahmet Türk fragen: Bist du assimiliert? Oder integriert? Keine Ahnung, denn auch Ahmet Türk könnte über diese Frage wütend werden wie die Deutschen und sich wundern, was diese Frage überhaupt soll. Jedoch ist sicherlich in diesen Tagen Tayyip Erdogan der richtige Ansprechpartner für solche Fragen. Lieber Premierminister, ist Ahmet Türk nun assimiliert oder ein integrierter Kurde? Die Frage könnte auch auf diese Weise gestellt werden: Lieber Premierminister, Wurden Georgier, Tscherkessen und Kurden wie Ahmet Türk nun assimiliert oder integriert? Ihre Antwort könnte Interesse erwecken. Ich stimme ihnen zu, dass Assimilation ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei. Angefangen im 18. und 19. Jahrhundert begingen beinahe alle Nationen im Namen des Nationalimus dieses Verbrechen. Deshalb glaube ich nicht, dass dies eine außergewöhnliche Ausnahmes sei. Denn vor einigen Tagen noch sprach der neue Präsident Australiens Kevin Rud im Parlament und entschuldigte sich bei den Ureinwohnern, den Aborigines, seines Staates. Warum wohl? Denn der australische Staat betrieb ein Jahrhundert lang eine grausame Assimilationspolitik gegenüber den Aborigines. Er ging sogar so weit, dass deren Kinder mit aller Härte von ihren Familien entfernt wurden, um sie einer Bildungsmaßnahme zu unterwerfen, sodass sie ihre Wuzeln leugneten. In der Tat Herr Premierminister, ich stimme ihnen zu, denn Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit... Nun frage ich Sie: Sind die Kurden in der Türkei assimiliert worden? Oder integriert? Ich bin wirklich auf die Antwort gespannt. Sekundärquelle (türkisch) Hasan Cemal schreibt für die türkische Tageszeitung Milliyet.
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« Letzte Änderung: 16. Feb 2008, 23:28 von X e m x w a r »
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SiWan
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« Antworten #71 am: 18. Feb 2008, 23:06 » |
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"Es ist Zeit für Erdogans Kampagne >>Assimilation ist ein Menschenrechtsvergehen" , fordert Mehmet Sahin in seinem jüngsten Artikel für die Aktuel Bakis. Erdogan verlange für 2 Millionen türkische Immigranten in Deutschland türkische Schulen und Universitäten, denke aber nicht mal im Traum daran, den 15 Millionen Kurden der Türkei annähernd so viele Rechte einzuräumen. Mehmet Sahin betont, dass es in der Türkei einige Politiker und Medieneinrichtungen gäbe, für die kurdischer Schulunterricht der "türkischen Integrationspolitik" schaden würde. Doch wenn man dieser Auffassung sei, dann wäre das, was man "Integrationspolitik" nennt keine Integrationspolitik mehr, sondern eine reine Assimilationspolitik. Herr Erdogan sollte nicht nur Freiheiten und Rechte von der deutschen Regierung verlangen, sondern dieselben Rechte für die Kurden der Türkei schaffen. "Wir sollten jetzt die Worte Erdogans gegen ihn selber anwenden und die gleichen Rechte, die Erdogan für türkische Immigranten in Deutschland gefordert hat für unsere 15 Millionen kurdischen Landsleute fordern, die hier schon seit Jahrtausenden leben; zumal die Türkei einen kulturellen Völkermord an den Kurden versucht hat und noch immer versucht" , so Mehmet Sahin. Im folgenden einige Forderungen, die sich für Mehmet Sahin aus dieser Situation ergeben: 1. Angesichts der türkischen Assimilationspolitik und dem Versuch des kulturellen Völkermordes, müssen die Kurden eine Kampagne Namens "Assimilation ist ein Menschenrechtsvergehen" starten und die kurdische Sprache als Lehrsprache akzeptiert werden, sowie die kurdische Kultur und Sprache als der türkischen gleichberechtigt betrachtet werden. 2. Dieser Kampagne muss sich die DTP annehmen und zu diesem Zwecke ein Schreiben nach internationalem Recht an R.T. Erdogan überreicht werden. Die Kampagne soll zusätzlich durch Unterschriftaktionen gestärkt werden. 3. Wie allseits bekannt, verlangt die Europäische Kommission in ihrem letzten Türkei-Bericht, dass die Türkei die Minderheitenrechte des kurdischen Volkes anerkennt. Außerdem hat die Türkei durch zahlreiche internationale Abkommen versichert, dass sie die Minderheitenrechte im eigenen Land wahren will. Dazu zählen auch religiöse Minderheiten. Bis heute hat sich die Türkei an diese Abkommen nicht gehalten. [...]
Ich finde, dass das gute Vorschläge von Mehmet Sahin sind und würde es begrüßen, wenn die DTP diese Kampagne in die Tat umsetzen würde. Natürlich muss auch endlich die EU dem Treiben der Türkei ein Ende setzen und endlich den Kurden ein menschenwürdiges Leben gewähren.
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SiWan
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« Antworten #72 am: 04. Apr 2008, 14:57 » |
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Assimilation sei ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte der türkische Ministerpräsident Erdogan - starker Tobak. Etwas mehr Sensibilität würde aber auch seinen Kritikern nicht schaden
"Du sieht den Splitter im Auge deines Nächsten, den Balken im eigenen Auge siehst du nicht!" Die Worte Jesu kommen einem in den Sinn, wenn man die Worte des türkischen Ministerpräsidenten Recep T. Erdogan einen Moment auf sich wirken lässt. "Integriert euch, aber assimiliert euch nicht", hat Erdogan vor 18.000 seiner Landsleute in der Arena von Köln gesagt und Assimilation als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet.
Das mag schon sein, doch ist es starker Tobak für den Regierungsführer eines Landes, in dessen Verfassung es bis Mitte der Neunziger das Wort "verbotene Sprache" gab, gemeint war Kurdisch, und in dessen Verfassung es noch heute heißt, "keine andere Sprache als Türkisch darf türkischen Staatsangehörigen als Muttersprache gelehrt werden". Zwar sind im Zuge der EU-Reformen, private Kurdischkurse erlaubt. Doch wer auf Transparenten die Buchstaben X und W gebraucht, die es im Türkischen nicht gibt, wird wegen Separatismus angeklagt.
Die Lehrergewerkschaft Egitim-Sen musste die Forderung nach Unterricht der Muttersprache aus den Statuten nehmen, um einem Verbot zu entgehen. Und wer dem Nachwuchs einen kurdischen Namen geben will, riskiert, dass er vom Meldeamt zurückgewiesen wird.
"Wer vor euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein", fällt einem ein, wenn man die Reaktionen betrachtet, die Erdogans Kölner Rede in Bayern losgetreten haben. CSU-Chef Erwin Huber kann gar nicht fassen, dass Erdogan auf deutschem Boden türkischen Nationalismus betreibe, und Bayerns Innenminister Günter Beckstein ist entsetzt, weil Erdogan die türkische Kultur über deutsche gestellt habe.
Was ist die Sprache doch verräterisch! Das heißt ja wohl, dass man in Deutschland nur deutschen Nationalismus treiben darf. Und dass die deutsche über der türkischen Kultur stehen soll, ist bei so viel Empfindlichkeit wohl nicht ganz auszuschließen. Exakt dieselbe Geisteshaltung herrscht in der Türkei - jeder sagt: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?" Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass Deutschland Gründungsmitglied der EU ist und die Türkei an den Irak, Iran und Syrien angrenzt, und dass deshalb die Dinge vielleicht nicht mit dem gleichen Maß zu messen seien, so findet man doch viel Gemeinsamkeiten in dem Umgang mit Minderheiten und der Begeisterung für Assimilation.
So ist die Republik Türkei seit ihrer Gründung wild entschlossen, die Kurden zu assimilieren, wie sie das sehr erfolgreich mit anderen sprachlichen Gruppen gemacht hat, die alle auch Muslime sind: Tscherkessen, Araber und Tschetschenen beispielsweise. Als Minderheit erkennt die Republik Türkei nur die kleinen nicht-muslimischen Gruppen an: die Juden und die orthodoxen Christen, jene armenischen, griechischen sowie assyrischen Bekenntnisses. Wenn es um größere Gruppen geht, wie um die Kurden und die Alewiten, will die Türkei von Minderheitenrechten wenig wissen. Ihr rechtlicher Rückhalt ist der Vertrag von Lausanne, geschlossen nach dem Ersten Weltkrieg, der nur den nicht-muslimischen Gruppen den Schutz ihrer sozialen und religiösen Einrichtungen verspricht.
Auch Deutschland geizt mit dem Begriff der Minderheit und mit den Minderheitenrechten und hat sie für die Friesen, die Dänen und die Sorben reserviert, die kleine Gruppen sind und deren kulturelle Eigenheiten heute nicht die Politiker, sondern nur Ethnologen interessieren. Bei der größten der kulturellen Gruppen, die anders ist, als "wir", den türkischen Muslimen, wird nicht von Minderheit gesprochen, sondern ausschließlich von Integration. Auch Deutschland kann sich dabei auf internationales Recht berufen, das nur die autochthonen Gruppen als Minderheiten ernst nimmt und nicht Gruppen, die eingewandert sind.
Juristisch ist das sicher alles hieb- und stichfest, doch etwas mehr an Sensibilität würde den Deutschen genauso wenig schaden wie den Türken.
Originalquelle: Die Zeit, Günter Seufert
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Amos
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« Antworten #73 am: 04. Apr 2008, 18:43 » |
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Muss ich mal wieder den Link zur Originalquelle nachreichen: http://www.zeit.de/online/2008/07/assimilation-debatte Von Günter Seufert erschienen weitere Artikel zum Thema in der "Zeit": http://www.zeit.de/online/2008/12/tuerkei-akp-verbothttp://www.zeit.de/online/2008/14/tuerkei-akp-verbot und in der gleichen Ausgabe von Michael Thumann: http://www.zeit.de/online/2008/14/tuerkei-akp-verbot-kommentar-thumannUnd dann gabs zu dem von SiWan zitierten Artikel auch noch einige wenige interessante Leserzuschriften, z.B. von 2. "Gafra" am 12.02, 20.11: Ach nee, Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit?
Eben, der Versuch eine Bevölkerungsgruppe zwangsweise zu "assimilieren", misslingt, wie man an den Kurden sieht. Assimilierung kann nur freiwillig sein und dann ist sie auch kein Verbrechen, sondern eine autonome Entscheidung der jeweiligen Gruppen. Ein Verbrechen ist die zwangsweise Unterdrückung eigener kultureller Eigenheiten wie Sprache und religiös-kulturelle Ausprägungen wie es die Türkei seit Jahrzehnten tut. Und das hat nichts mit Assimilation geschweige denn Integration zu tun. Hier hat niemand Türken verboten, ihre Sprache zu sprechen, ihre Medien zu lesen und zu sehen und ihre Bräuche zu pflegen.Allerdings wird die Forderung nach der Aneignung und dem Gebrauch der deutschen Sprache im öffentlichen Raum und der Anerkennung deutscher Gesetze und europäisch geprägter Wertvorstellungen lauter. Was daran unzumutbar ist, soll mir mal jemand erklären. "Türkische" Werte, die damit vereinbar sind, sollen sie bewahren und uns vor denen verschonen, die nicht damit vereinbar sind. Das ist überall und immer das Gebot eines Zusammenlebens von Ursprungsbevölkerung und Zugewanderten. 32."korfstroem", 13.02., 9.11: Wo ist Abdullah Öcalan  ? Die Kurden werden die Ausführungen von Herrn Erdogan mit Freude gehört haben. Kurdischer Sprachunterricht in der Türkei, die Anerkennung der Kurden als nationale Minderheit - welch ein Fortschritt. Frau Merkel sollte die Gelegenheit beim Schopfe fassen und eine kurdische Delegation in das Bundeskanzleramt einladen. Oder war alles nicht so gemeint? Dann ist Herr Erdogan zu spät gekommen. Vor vierzehn Tagen hätte die Kölner Veranstaltung Herrn Koch die absolute Mehrheit gesichert. 33. "Gafra", 13.02., 9.41: Eben, wie man an den Ruhrpottpolen sieht und an den Hugenotten, ist Assimilation eine Folge jahrhundertelanger Integration und insofern ein natürlicher Prozess, der kein Verbrechen ist. Das Wort Zwangsassimilation ist ein Widerspruch in sich. Denn durch Zwang wird das genaue Gegenteil erreicht,nämlich die heimliche Betonung der eigenen und sich von der unterdrückenden Mehrheit absetzenden Identität.(siehe Kurden, siehe Juden in der spanischen Reconquista)
Bevor nun aber wieder die türkische Fraktion hier genau das aufgreift um die exzessive Betonung ihrer türk.-muslim. Besonderheit durch besonders türk.-arab. Jungmänner zu erklären, möchte ich anfügen, es gab nie diese Versuche zur Zwangsassimilation hier. Eher ein zu großes Vertrauen in eine natürliche Entwicklung über 3 Generationen hinweg und/oder die anfangs von beiden Seiten gepflegte Lebenslüge der baldigen Rückkehr.Und ich bleibe auch dabei: Es geht um den Ausbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Also lieber weniger repräsentative Moscheen und eher eigene Projekte zur Förderung von Kindern bildungsferner Eltern. 66. "RobertFranz", 13.02.,17.53: VIELLEICHT KÖNNTE HERR ERDOGAN EIN BEISPIEL GEBEN W-KOHZ Die Anregung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, türkische Schulen und Universitäten türkischsprachig in Deutschland zu gründen und zu betreiben, würde eine viel größere Zustimmung, Sympathie und Wirkung - vielleicht auch bei den Herren Huber und Beckstein (CSU) - entfalten, wenn er diese Anregung auch für die Osttürkei gelten lassen, ja fordern und fördern würde: kurdische und Gymnaysien und kurdische Universität in kurdischer Sprache z. B. in Diyarbakir und das alles ohne Assimilationsdruck gegenüber den Kurden! Ein Einsatz dafür im eigenen Lande, seiner Türkei, wäre sicher Beispiel gebend und einen Friedensnobelpreis wert! Über rund 90 % vom Rest der Zuschriften sollte mensch aber den Mantel des Schweigens decken, da wird entweder nichts zum Thema des Artikels gesagt, oder gepöbelt, oder beides, einschließlich der Beiträge eines kurdischen Users. Wenn ich mir die gesamten 96 Beiträge anschaue, dann sehe ich auch, dass die hier zitierten da in der Masse des Dumpfsinns untergehen. Ich möchte also niemanden ermutigen sich da zu engagieren.
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« Letzte Änderung: 04. Apr 2008, 19:09 von Amos »
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X e m x w a r
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« Antworten #74 am: 06. Apr 2008, 18:55 » |
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Die Antwort Dr. Turanlis an Erdogan war eine Reaktion auf dessen Aussagen während seines Schweden-Aufenthalts. 1991 legte Erdogan, damals Mitglied der Refah Partisi RP im Dienste Erbakans, einen "Bericht über die Kurdenproblematik" vor! Er hatte damals gegen eine Koalition aus RP und der chauvinistischen MCP unter Alparslan Türkes protestiert, denn er befürchtete Stimmverluste im Südosten der Türkei; er sollte Recht behalten, denn die RP erlitt tatsächlich Stimmverluste, während in Hochburgen türkischer Nationalisten ihre Symphatiewerte stiegen! Dabei benutzte er die Bezeichnung "Kurdistan", bekräftigte die Existenz eines "Kurdenproblems" anstatt dem damals benutzten "Südostproblem" und wies auf die Unterschiedlichkeit der türkischen und kurdischen Sprache hin. Er erwähnte, dass das Volk im Südosten zwischen zwei Terrorsorten festsitze und forderte unter anderem folgendes: Erlass von Gesetzen zum Studium und Unterricht der kurdischen Sprache in der kurdischen Region, Möglichkeiten der Erziehung in der Muttersprache, Entfaltung kurdischer Kultur, Beachtung von Menschenrechten, Bekräftigung der Brüderlichkeit, Verdrängung des Chauvinismus unter Türken und Kurden, Erarbeitung einer Politik für Kurden... Aufgrund seiner aktuellen Aussagen könnten einige zu Recht über die Wahrhaftigkeit dieses Berichts zweifeln, aber diesen Bericht legte Herr Erdogan damals Mehmet Metiner [Politiker, einst bei Refah Partisi und HADEP] vor! Was sagte er nun vor einigen Tagen auf seiner Schweden-Reise? "In der Türkei existiert neben Türkisch keine andere offizielle Sprache und kann auch nicht existieren". Wie stets zählte er bei Erwähnung von Kurden auch Tscherkessen, Lasen, Georgier, Türken...also ganz kurz "seine Landsleute" auf, um mit dieser rhetorischen Erwähnung der anderen Minderheiten die Kurdenproblematik zu relativieren, jedoch fügte er hinzu, dass "die Empfindlichkeit auf Seiten einiger kurdischstämmiger Staatsbürger nicht bei jenen anderen ethnischen Gruppen vorliege". Es herrschen scheinbar "extreme Forderungen", da die Kurden gemäß den Kopenhager Beitrittskriterien ihre Sprache nach Belieben benutzen dürften. Er erinnterte daran, dass die Kurden "Kurse eröffnen dürften", diese aber aufgrund mangelnder Besucherzahlen geschlossen würden; er kritisierte, dass die Kurden nun Unterstützung in finanzieller Hinsicht und bezüglich der Bereitstellung von Lehrkräften vom Staate forderten und fragte auf hohem intellektuellen Niveau in Anspielung auf die europäischen Länder: "Wo in der Welt bitte existiert ein solches System?" Er fuhr, nun in intellektueller Rage, fort, indem er die Stellung der türkischen Sprache in Schweden mit der kurdischen Sprache in der Türkei verglich, da ja bekanntlich auch in Schweden die türkische Sprache nicht als "offizielle Sprache" anerkannt sei. Auf die Anfrage eines Besuchers über seine Aussagen in Deutschland "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und in Riha "Ein Staat, eine Fahne, eine Nation" hin, antwortete Herr Erdogan: "Ein Land, eine Nation, eine Fahne, ein Staat...was kann natürlicher sein?" Tja, eine klügere Antwort hätte wohl niemand erwartet, denn wissen die Besucher etwa nicht, dass in jedem Land ein millionenfache eigenständiges Volk unterdrückt wird, das 1/3 der Bevölkerung ausfüllt und selbstverständlich in einem solchen Staat nur eine Nation existieren dürfte und eine Sprache gesprochen werden könnte! Herr Erdogan ist weitaus gerissener als manche erahnen könnten, denn wieder folgt sein nicht abstreibarer Vergleich: natürlich mit Schweden! Wie sehr er seine "kurdischstämmigen Landsleute" liebe, bekräftigte Erdogan in diesem Satz: "Meine kurdischstämmigen Landsleute sind keine Minderheit, sondern unsere Staatsbürger. Wenn Sie die Kurden 'Minderheit' nennen, werden sie euch mit Fluch und Tritt vertreiben, denn sie sind ein Teil von uns." Und die Art und Weise, wie seine "kurdischstämmigen Landsleute" treten und schlagen, lernen sie immer wieder per körpernahem Privatunterricht durch Sicherheitskräfte während Newrozfeierlichkeiten - apropos: jedes Jahr kostenlos! Auf diese Weise sprach Erdogan weiter: "Niemand darf sagen, dass meine Terroristen schlecht sind, aber seine gut sind; denn der Terrorist hat keine Religion, keine Nation, keine ethnische Zugehörigkeit und keinen Staat. Aus diesem Grund müssen wir gemeinsam Widerstand leisten und uns gegenseitig unterstützen, denn heute ich, morgen du." Ok, die Schweiz, Belgien, Luxemburg, Indien, Italien, Irak, Österreich, Südafrika, Kanada, Zypern, Bulgarien, Deutschland (z.B. sorbisch, friesisch, romani oder dänisch) u.v.m. sind nur Ausnahmen in Zulassung mehrerer Sprachen, also wo sonst noch sind regionale Sprachen zugelassen? Die kurdischen....ich meine "kurdischstämmigen türkischen Landsleute" des Herrn Erdogan wollen ihre Sprache nicht sprechen und die Zehntausende Tote waren Opfer wirtschaftlicher Missverteilungen, deshalb suche man das Glück auf den Bergen (was viele Jugendliche im Osten Deutschlands ebenfalls tun würden, wenn sie die schönen Berge Kurdistans hätten)!
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« Letzte Änderung: 09. Apr 2008, 00:06 von X e m x w a r »
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Amos
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« Antworten #75 am: 13. Sep 2008, 13:10 » |
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Aus: http://hevallo.blogspot.com/2008/09/it-is-our-right-to-speak-kurdish.htmlIt Is Our Right To Speak Kurdish! Thursday, September 11, 2008 A first language (also mother tongue, native language, arterial language, or L1) is the language a human being learns from birth.[1] A person's first language is a basis for sociolinguistic identity.[2] A campaign for mother tongue rights is well under way in Turkey, continuing yesterday with tens of thousands of people attending a rally in Batman demanding the right to officially be able to speak and be educated in Kurdish. Leyla Zana (below) addressed the people and further events and campaigns are being organised.     Die Bilder wurden nachträglich sichtbar gemacht. Rewsen
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« Letzte Änderung: 13. Sep 2008, 13:27 von Rewsen »
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When the power of love overcomes the love of power the world will know peace. - Jimi Hendrix.
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Jaban
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Gelê kurd carek din bindestiyê qebûl nake!
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« Antworten #76 am: 25. Nov 2008, 09:00 » |
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Kein Renner: Türkisch im StundenplanErschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.11.2008Was Cem Özdemir anregt, hat in Berlin bisher nur teilweise Erfolg gehabt. Einem großen Elan, schon vor 30 Jahren, ist die Ernüchterung gewichen. Das Interesse der Schüler und Politiker an Türkisch-Unterricht ist einfach zu gering.
Berlin - "Warum soll an deutschen Schulen neben Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch nicht auch mehr Türkisch angeboten werden?", hat Grünen-Chef Cem Özdemir am Montag in der "Bild"-Zeitung gefragt. Dabei verwies er auf die Vorteile, "die Zweisprachigkeit in der globalisierten Welt" mit sich bringe. In Berlin allerdings ist in Sachen Türkisch als Schulfach längst Ernüchterung eingekehrt.
Mit großem Elan hatten viele Grund- und Oberschulen in Berlin schon vor 30 Jahren angefangen, Konzepte für die türkischen Schüler zu entwickeln. Obwohl es seitens der wechselnden Schulsenatoren kaum Interesse oder gar Unterstützung gab, entstanden etliche Angebote: 15 Grundschulen stellten türkische Lehrer ein, um die Erstklässler zweisprachig in Deutsch und Türkisch zu alphabetisieren, etliche Oberschulen führten Türkisch als zweite Fremdsprache ein.
Rund 30 Jahre später sieht die Bilanz ernüchternd aus: Obwohl sich der Anteil türkischstämmiger Schüler vervielfacht hat, sind die Türkischangebote geschrumpft: Von den ehemals 15 Grundschulen mit dem Konzept der doppelten Alphabetisierung sind nur fünf übriggeblieben. "Die Politik hat die Projekte jahrelang behindert und weder Fortbildungen noch wissenschaftliche Begleitung angeboten", kritisiert Özcan Mutlu, Bildungspolitiker der Grünen. Daran seien die Schulen gescheitert.
Weniger Nachfrage als erhofft - trotz der vielen türkischen Kinder in der Stadt
Nicht viel besser sieht es bei den weiterführenden Schulen aus. Zu denen, die aufgaben, gehört das Schöneberger Rückert- Gymnasium. Von Eltern war damals zu hören, die Schule habe einer "ungünstigen" Schülermischung entgehen wollen.
Das einzige Gymnasium, das bis heute Türkisch als zweite Fremdsprache anbietet, ist das Kreuzberger Robert-Koch-Gymnasium. Allerdings hat es heute kaum noch deutschstämmige Kinder und kämpft mit vielen Problemen.
Übrig blieben außerdem sechs Gesamtschulen: In Mitte Moses-Mendelssohn- und Willy-Brandt-Schule sowie die 6. Schule, in Kreuzberg die Hector-Peterson-Schule und in Neukölln die Otto-Hahn-Gesamtschule. Probleme gibt es auch bei den beiden Deutsch-Türkischen Europaschulen: Beide haben weniger Nachfrage als erhofft - trotz der vielen türkischen Kinder in der Stadt.
Bei ihnen sei Türkisch noch immer beliebt, berichtet dagegen Dietmar Pagel, Leiter der Hector-Peterson-Schule. Auch deshalb, weil es "eines der wenigen Fächer ist, in denen die Schüler glänzen können". Allerdings sagt Pagel: "Ich würde mir wünschen, dass das Deutsche eine größere Rolle spielen würde an unserer Schule". "Denn die Schüler brauchen Deutsch, Deutsch, Deutsch, Deutsch." Was sagt der Premierminister aus der Türkei dazu? ...anbei: Erdogan über Kurdischunterricht! "In der Türkei gibt es nicht nur Kurden. Was ist, wenn die Forderungen morgen auch von Tscherkessen und Lasen kommen? Dann will jeder etwas; wie soll man dann die Einheit halten? Fordern ist einfach. Wir haben da so ein Sprichwort: Feuer frei, wenn du nicht in Verantwortung bist! Es ist leicht dem Ledigen die Frau zu scheiden!"und "Muttersprachlicher Unterricht gebührt nur Minderheiten und für die werden Kurse eröffnet"
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« Letzte Änderung: 06. Jan 2009, 16:00 von X e m x w a r »
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Die Gerechtigkeit ohne Religion ist für die Ordnung des Weltalls besser als die Tyrannei eines formmen Prinzen. - Dschami, Beharistan und Salaman und Absal
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